Busse fahren öfter, U-Bahnen abends seltener

U-Bahn, Tram und Bus: Das ändert sich im Frankfurter Nahverkehr

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Frankfurt – Die Tramlinie 17 fährt ab 13. Dezember bis nach Neu-Isenburg, U-Bahnen sollen abends seltener, die Buslinie 43 generell öfter fahren - das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel in Frankfurt.

„Eine neue Linie hat es in Frankfurt lange Zeit nicht mehr gegeben“, eröffnete Verkehrsdezernent und Traffiq-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Majer das Pressegespräch zum Fahrplanwechsel. „Wir zeigen mit der Tramlinie 17, dass es im Nahverkehr nicht nur schöne Pläne, sondern auch realisierte Vorhaben gibt.“ Das dritte Jahr hintereinander seien zudem die Fahrgastzahlen gestiegen. 2013 hätten 210 Millionen Menschen Busse und Bahnen genutzt, nochmals fünf Prozent mehr als im Jahr davor. Außerdem seien zehn Prozent mehr Zeitkarten verkauft worden. „Wir haben 88 Prozent zufriedene Kunden“, erklärte Majer stolz das Ergebnis einer Erhebung, diese Zahl liege über dem Bundesdurchschnitt. Positiv angenommen worden seien die Spezialtarife für Schüler, Studenten und Senioren. „Doch der Öffentlichen Personennahverkehr muss sowohl für die Stadt als auch für die Fahrgäste bezahlbar bleiben“, unterstrich der Dezernent.

U4 bis U7 sollen weniger fahren

Deshalb werde es mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember zu Umschichtungen kommen. Schon jetzt könne nichts mehr aufgestockt werden, vielmehr sei ein sparsamer Umgang mit den vorhandenen Kapazitäten geboten. Das wolle man beispielsweise mit dem 15- beziehungsweise 30-Minuten-Takt, der nun auch im Abendverkehr eingeführt wird, erreichen, erläuterte Burghard Proske, der das Nahverkehrsangebot plant. Von der Taktänderung sind die U-Bahn-Linien U4 bis U7, alle Straßenbahnlinien sowie einige Buslinien betroffen. „Die S-Bahn verändert ebenfalls ihren Takt. Der Viertel- beziehungsweise Halbstundentakt ist leicht zu merken“, sagte Proske. Ausnahmen gibt es bei den stark nachgefragten U4 und U5; die verkehren weiter bis etwa 22.30 Uhr im Zehn-Minuten-Takt und wechseln anschließend auf den 15-Minuten-Abstand. Am 13. Dezember wird mit einem Fest in der Stresemannallee die erweiterte Tramlinie 17 eröffnet. Statt wie bisher auf 4,5 Kilometern Länge fährt sie nun vom Rebstock bis nach Neu-Isenburg auf über zehn Kilometern. Die Linie 14 wird vom Ernst-May-Platz in Bornheim dann nur noch bis Louisa fahren, entsprechende Umsteigemöglichkeiten wurden berücksichtigt.

Mehr Busse auf der Linie 43

Ein dichterer Takt ist auf der Buslinie 43 vorgesehen. Montags bis freitags fährt der 43er Bus von zehn bis zwölf Uhr alle zehn Minuten, ebenso samstags von 9 bis 18 Uhr. An Sonntagen werden künftig von 12 bis 21 Uhr vier Busse verkehren. Die Anschlusszeiten sind mit der U4 abgestimmt. Mehr Fahrten gibt es ebenfalls bei den Nachtbuslinien von Freitag auf Samstag. „Manche Leute lieben die gedruckten Fahrpläne, um Fehler darin entdecken zu können“, scherzte Traffiq-Geschäftsführer Hans-Jörg von Berlepsch, als er das 1600-seitige Werk vorstellte, das für 2,50 Euro an den Verkaufsstellen des Öffentlichen Personennahverkehrs zu haben ist. Berlepsch verwies auf die neue Service-Nummer S 069 24248024, die rund um die Uhr besetzt sei.

Ticketpreise werden teurer

Die Preise ändern sich erst ab 1. Januar. Dann kostet die Kurzstrecke für Erwachsene 1,75 Euro, die Einzelfahrt im Stadtgebiet wird ebenfalls 15 Cent teurer und kostet 2,75 Euro, für die Fahrt zwischen Stadt und Flughafen muss man 4,55 Euro bezahlen. Weitere Informationen sind auf www.traffiq.de zu finden.

jf

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