Trotz Millionen: Drohende Platzprobleme beim Hessentag

+
Präsentieren das Wegenetz für den Hessentag: Hans-Jörg von Berlepsch von traffiQ (von links), Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum, Kreisbeigeordneter Uwe Kraft, VGF-Chef Michael Budig und RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

Oberursel – Mit mehr als einer Million Besuchern rechnet beim Hessentag im Juni. Und weil es ein nachhaltiges Fest werden soll, haben die Verantwortlichen besonders viele Busse, Züge und Bahnen eingeplant, um die Besucher zu chauffieren. Ein teures Unterfangen. Von Julia Renner

Zehn Tage Hessentag, viele Millionen Euro: Allein für verkehrstechnische Veränderungen wird eine Mega-Summe investiert. Unter anderem, um U-Bahn-Stationen barrierefrei zu gestalten und alle anderen Haltestellen auszubauen. Allein die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes kostet die Kommune 1,5 Millionen, weitere 4,3 Millionen werden für die Fuß- und Radwegunterführung zum Mittelbahnsteig fällig.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) trägt ebenfalls einen gewaltigen Batzen bei. Profitieren sollen davon die Besucher des Hessenfestes.

Bahnen bis zwei Uhr nachts

Als „einmalige Kooperation in der Geschichte der Hessentage“ sieht Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) das Zusammenspiel verschiedener Verkehrsträger und der Stadt Oberursel. Kernstück des Wegenetzes sind die U- und S-Bahnen. Im 15-Minuten-Takt – und das auch an den Wochenenden – fahren die Bahnen und das bis etwa zwei Uhr in der Nacht.

Auch die Kapazitäten der Bahnen werden erhöht. Zusätzliche Züge und Busse werden unterwegs sein. „Damit haben wir das Leistungsangebot massiv verstärkt“, sagt Michael Budig, Geschäftsführer der VGF.

Dass es trotzdem eng werden könnte, wenn Massenveranstaltungen wie das Limp-Bizkit-Konzert beendet sind, wissen die Verkehrsträger. Auch wenn 550 Leute in eine U-Bahn passen – das wird nicht genug Platz sein, um alle aufzunehmen, sagt Hans-Jörg von Berlepsch, Chef von traffiQ. „Man muss etwas Geduld haben. Niemand muss sich Sorgen haben, dass er nicht nach Hause kommt.“Auch die Sicherheit soll nicht zu kurz kommen. „Wir werden mit Personal massiv präsent sein“, sagt Michael Budig.

Teuer bezahlen sollen die Besucher die Fahrten vom und zum Hessentag nicht. Es gibt verschiedene Tickets: Die einen müssen gar nicht bezahlt werden (wenn eine kostenpflichtige Veranstaltung besucht wird), die anderen kosten bis zu 40 Euro (wenn eine Gruppentageskarte für bis zu fünf Personen gekauft wurde).

Alle Infos zu den Tarifen ab Mitte Mai im Internet: www.rmv.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare