Traum Tänzerin: Sie hat sich  diesen Wunsch erfüllt

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Alexandra Bansch (von links) mit ihren Tanzkolleginnen Assiata Abdou und Anna Wehsarg.

Bad Homburg –  Schon mit vier Jahren ist Alexandra Bansch als kleine Ballerina durch ein Studio getänzelt, mit zwölf wusste sie: Das will ich beruflich machen. Sie hat bei den besten Tanzlehrern in Deutschland und der Schweiz gelernt. Am Sonntag zeigt sie erstmals ein Stück in der Heimat. Von Julia Renner

Als sie angefangen hat, war sie eigentlich noch viel zu jung fürs Ballett. Doch sie wollte unbedingt, sagt sie. Nach der zehnten Klasse hat sie schließlich die Schule abgebrochen und ist nach Hamburg gegangen. Dort hat sie zwei Jahre lang an de Ballettschulen der Hamburgischen Staatsoper gelernt.

Die Schule abzubrechen, war für sie keine Frage. „Ich bin gerne zur Schule gegangen, aber für mich war es keine Entscheidung, welchen Weg ich gehen würde.“ Die Konkurrenz in Hamburg war groß, das Auswahlverfahren hart. Doch Alexandra Bansch hat es geschafft. Fortan standen jeden Tag zehn Stunden Tanzen auf dem Plan.

Ein Jahr um die Welt gereist

Alexandra Bansch.

Mit 19 Jahren ist sie nach Lausanne gezogen und hat bei einem ihrer Vorbilder gelernt: Maurice Béjart. Auch Theater und Gesang gehörten dort zur Ausbildung. Ein Jahr lang ist sie schließlich um die Welt gereist. Ob Südamerika oder Israel – in vielen Ländern stand sie mit der Junior-Kompanie von Béjart auf der Bühne. Dann tanzte sie in der Großen Kompanie.„Das war immer mein Traum.“ Seit 2004 lebt die Bad Homburgerin nun in Paris. Dort gibt sie Tanzunterricht und arbeitet als Choreografin. Selbst tanzt sie nur noch in ihren eigenen Stücken, so wie in „La Représentation“, zu deutsch „Die Vorstellung“. Das zeigt sie an diesem Sonntag um 20 Uhr im Gallus Theater in Frankfurt.

Das ist nicht nur ihr erster großer Auftritt in der Heimat, sondern noch dazu mit ihrem ersten eigenen Stück. Von den Texten über die Choreografie bis hin zur Musik hat sie alles selbst entwickelt und zusammengestellt.

Ihre Ziele hat sie bereits erreicht

Als Choreografin fühlt sie sich wohl, erarbeitet Stücke für Festivals und im Auftrag von Firmen. Und welche Ziele hat sie noch? „Eigentlich ist genau das, was ich gerade mache, mein Ziel.“ Mehr Theater steht noch auf dem Plan und mit interessanten Leuten zu arbeiten. Das wird sie auch weiterhin in Paris tun. Ob sie jemals zurück nach Bad Homburg kommt? Das weiß sie nicht. Fest steht: Sie freut sich immer wieder darauf, ihre Familie und ihre Freunde zu sehen. „Und auf die Taunus-Therme freue ich mich immer. Denn so etwas gibt es nicht in Paris.“

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