Bahnhofsviertel: Transvestiten-Mutter kommt an jeden Promi ran

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Manuela Mock kleidet im Bahnhofsviertel Männer mit Frauenkleidern ein und sucht die Nähe der Promis. Auch mit Jean-Claude Van Damme hat sie sich ablichten lassen.

Frankfurt – Sie ist die Mutter der Frankfurter Transvestiten und sammelt Prominente: Manuela Mock! Die 49-Jährige zieht in ihrem Ladengeschäft im Bahnhofsviertel Männern Frauenkleider an und erfüllt damit lang gehegte Träume. Von Christian Reinartz

Die Frankfurterin Manuela Mock mit Hildegard Knef.

Dazu ist die Frankfurterin eine der besten Szenekennerinnen der Stadt. Keine Party, ohne, dass die quirlige Blondine mit der haarspraygestärkten Haartolle nicht auch da wäre. Das ist ihr Markenzeichen. Und natürlich die kleine Kamera, die sie immer griffbereit hat, wenn ein Prominenter in der Nähe ist.

So hat Manuela Mock schon so manchen hochkarätigen Musiker und Schauspieler abgeschossen. Und wenn sie hochkarätig sagt, dann meint sie das auch: Liza Minelli, Hildegard Knef, Frank Sinatra, um nur einige zu nennen, die sich zusammen mit ihr fotografieren ließen. „Ich steh halt eher so auf die 50er- und 60er-Jahre“ sagt Manuela Mock und zeigt auf die Wand in ihrem Ladengeschäft. Dort hat sie die prominentesten Begegnungen verewigt. Selbst Jean Claude van Damme hatte Manuela Mock schon im Arm. „Das ist wie ein kleines Hobby von mir“, verrät sie schmunzelnd: „Nach den Konzerten besuche ich die Künstler meistens hinter der Bühne“, wie sie das selbst bei den bekanntesten Rockstars macht, verrät sie: „Ich bin einfach nur nett.“

Partywütige ist auch Inhaberin von Transnormal

Manuela Mock mit Liza Minelli.

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Ihre Ader für die Glamour-Welt der Stars schätzen auch ihre Kunden, die nach einem Besuch bei Mock eher Kundinnen sind. Denn die Partywütige ist Inhaberin eines außergewöhnlichen Ladengeschäfts am Baseler Platz mit dem Namen Transnormal. Dort ist die Zufluchtsstätte zahlreicher Banker, Manager und Familienväter, die in ihrer Freizeit gerne mal in die weibliche Rolle schlüpfen. „Ich erfülle denen ihre tiefsten Wünsche und mache sie zur Frau“, sagt Mock stolz. Dazu hat Mock nicht nur ein riesiges Arsenal an Kostümen und Kleidern in Übergrößen angehäuft, sondern auch eine ganze Batterie und hochhackigen Stöckelschuhen in Größe 45 plus. „Dazu schminke ich die Herren und dann machen wir einen gemeinsamen Einkaufsbummel in der Innenstadt“, sagt Mock. Am liebsten ist sie aber im Bahnhofsviertel unterwegs. „Hier findet das wahre Leben Frankfurts statt“, schwärmt sie von ihrer Heimat: „Und es ziehen immer mehr coole Menschen hierher.“

Wer mehr über Mock erfahren will findet Infos unter www.transnormal.de.

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