Transport darf nicht scheitern

Der Kita-Bau von Emini Tselim kommt voran. Jetzt braucht die „Hilfe für Eritrea“ Unterstützung für den Transport einer Medikamenten-Lieferung. Foto: nh/agk

Von Axel Grysczyk.

Medikamente für zwei Krankenhäuser sollen nach Eritrea verschifft werden. Die Medizin ist da, aber das Geld für den Transport fehlt. Unser Partnerprojekt „Hilfe für Eritrea“ braucht Unterstützung.

Region Rhein-Main – Wenn’s ums Helfen geht, ist Heinz Schiedhering erfinderisch. Der Hilfskoordinator des Vereins „Hilfe für Eritrea“ kämpft seit über 20 Jahren an vorderster Front für ein besseres Leben in Eritrea. 45 Hilfscontainer haben er und sein Team in 21 Jahren in das ostafrikanische Land verschifft. Dazu unterstützt der Verein mit seinen zahlreichen Helfern regelmäßig zwei Krankenhäuser im eritreischen Enghela und Feledareb. Zahlreichen Flüchtlingen hat der Verein Wohnungseinrichtungen organisiert, Arztbesuche vermittelt, bei Behördengängen geholfen und bei augenscheinlichen Ungerechtigkeiten eine Stimme gegeben. Auch der EXTRA TIPP hat das Projekt „Hilfe für Eritrea“ zu seinem Partnerprojekt gemacht.

Seit Jahren animieren wir unsere Leser, für die Flüchtlingshilfe zu spenden. Unser Ziel: Langfristig und dauerhaft etwas zu unterstützen. Und nicht blindlings bei jeder Katastrophe wieder einen Aufruf zu starten. Wir haben uns für die „Hilfe für Eritrea“ entschieden, weil wir durch die langjährigen Verbindungen des Vereins auch verfolgen können, was mit den Hilfsladungen und dem gespendeten Geld passiert. Aktuell wird mit Spendengeld aus unserer Region eine Kita in Emini Tselim gebaut. Der Bau geht nach afrikanischen Verhältnissen zügig voran (siehe Bild).

Jetzt braucht Heinz Schiedhering Bares. Jedes Jahr organisiert er nach Wünschen von Dr. Kibrom Tseggai vom Krankenhaus in Enghela Hilfsladungen mit Medikamenten im Wert von 25.000 Euro. Bei der letzten verschifften Medikamenten-Ladung waren einige Medikamente – geliefert von „Aktion Medeor“ – nicht lieferbar. Sie sollen jetzt nachgeschickt werden. Darunter Hepatitis-Schnelltests, spezielle Antibiotika und auch einfache Vitamin-B-Tabletten. Schiedhering: „Action Medeor kann die Medikamente liefern. Wir müssen einen Gesamtbetrag von 7717,50 Euro aufwenden. Das Geld haben wir, aber der Transport per Luftfracht kostet nochmal 4350 Euro.“

Der erfinderische Heinz Schiedhering war gefordert. Das Flugzeug sei zu teuer. Schnell organisierte er einen Schiffscontainer. „Der Vorteil ist, dass die Medikamente in einem Schiffscontainer nicht nur sicherer sind, sondern wir sind auch in der Lage, weitere Hilfsgüter dazu zu packen. Außerdem ist der Container rund 400 Euro billiger.“

Trotzdem: Das Geld fehlt. Laut dem Angebot eines Neu-Isenburger Logistik-Unternehmens sind es knapp 4000 Euro. Schiedhering: „Durch die Flüchtlingskrise leidet unser Verein ein wenig. Ich hoffe aber trotzdem, dass sich die Menschen ein Herz fassen und uns unterstützen.“

Dabei zählt er auf die EXTRA TIPP-Leser. Sie hätten es schließlich in der jüngsten Vergangenheit erst ermöglicht, dass Menschen in Eritrea bleiben und erst gar nicht flüchten. Schließlich haben sich durch die Hilfen in Teilen Eritreas die Lebensverhältnisse verbessert.

Wer helfen möchte, spendet auf das Konto der „Hilfe für Eritrea“ der katholischen Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ bei der Vereinigten Volksbank (VVB) Maingau unter Konto IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25; BIC:GENODE5 10BH.

Weitere Informationen über die bisherige Hilfen für Eritrea des EXTRA TIPPs kann man nachlesen unter www.extratipp.com, einfach Suchbegriff „Schiedhering“ eingeben.

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