Ex-Gitarrist von Rio Reiser erinnert sich

Rodgau/Fresenhagen - Nach dem EXTRA-TIPP-Bericht über die Nieder-Rodener-Vergangenheit von Kult-Sänger Rio Reiser hat sich nun auch "Ton Steine Scherben"-Gitarrist R. P. S. Lanrue in der Redaktion gemeldet. Ralph Peter Steitz, so sein bürgerlicher Name, ist in Nieder-Roden aufgewachsen.

Die Idee, in dem Rodgauer Ortsteil eine Erinnerung an den 1996 verstorbenen Rio Reiser zu schaffen, findet R. P. S. Lanrue jedenfalls klasse. Lanrue hat in Nieder-Roden seine Kindheit verbracht, wohnte später nur 100 Meter von Rio entfernt. Er spielte bei der SG Nieder-Roden jahrelang Fußball und war Messdiener in der katholischen Kirche. Seine Eltern sind in Rodgau begraben, er hat noch Verwandte dort.

"Ich habe Rio Reiser im Zug zur Arbeit nach Offenbach kennen gelernt", erinnert sich der Gitarrist. Ende der sechziger Jahre zog es die beiden sozialkritischen Musiker dann nach Berlin, wo sie die Kultband "Ton Steine Scherben" gründeten. Mit dabei auch Britta Neander, die ebenfalls in Nieder-Roden gewohnt hatte. "Das war eine richtige Nieder-Roden-Clique", erzählt Gert Möbius, der Bruder von Rio Reiser.br /R. P. S. Lanrue wohnt, nachdem sein Wohnwagen einem Waldbrand in Portugal zum Opfer gefallen ist, derzeit im nordfriesischen Fresenhagen. Rio Reiser ist dort begraben. Aber es hält ihn dort nicht. "Ich plane meinen Umzug", verrät er. Wohin, sagt er aber nicht.

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