Tier-Mensch-Andacht in evangelischer Kirche

Frankfurt: Gottesdienst für die Katz! 

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Frankfurt – Zu einer Andacht mit Hunden, Katzen und ihren Herrchen und Frauchen hatte die evangelische Wartburg Gemeinde im Frankfurter Nordend geladen.

Große Hunde, kleine Hunde, eine Katze und mittendrin ein Predikant: Zu einer Tier-Mensch-Andacht hatte die evangelische Wartburg Gemeinde in der Hartmann-Ibach-Straße geladen und viele Tierfreunde waren dem Angebot gern gefolgt. Herrchen und Frauchen waren mit ihren Vierbeinern gekommen, um der Abendandacht unter Leitung von Predikant Uwe Döhn beizuwohnen. Gemeinsam mit seiner Frau Gabriele stellte er den Gottesdienst mit anschließendem Abendimbiss auf die Beine, nach eigener Aussage bereits in der fünften Auflage.

„Der Termin einen Tag vor dem Sommerfest hat sich inzwischen bewährt“, war sich Gabriele Döhn sicher. Ursprünglich sollte alles im Freien stattfinden, doch das regnerische Wetter hatte einen Umzug in den Kirchenraum unumgänglich gemacht, da Strom und Nässe keine Einheit bilden. Mischlingshund Ojos aus Spanien trug über seinem Halsband die drei Farben Deutschlands in Form eines Bandes und demonstrierte damit die gegenwärtige Fußballeuphorie im Land und seines Halters. Ein irischer Wolfshund mit einer Schulterhöhe von knapp einem Meter war der größte Vertreter seiner Art an diesem Abend, sein kleiner Freund – ein schottischer Terrier – fühlte sich in seiner Gegenwart pudelwohl. Ansonsten wuselten viele Vierbeiner durcheinander und freuten sich über Wasser und das eine oder andere Leckerli. Genesis und Gebell Während der Predigt und der musikalischen Einlagen kam auch mal ein Bellen durch, aber ansonsten gaben die Vierbeiner ihr Bestes in punkto Geduld und ließen sich auch von der Besucherin mit dem Katzenkorb nicht aus der Ruhe bringen.

Überhaupt hat die Wartburg Gemeinde einen speziellen Draht zur Natur, denn neben dem hauseigenen Naturgarten gibt es im Glockenturm sechs Bienenvölker, die in diesem Jahr bereits 60 Kilogramm Honig produziert haben, wie Uwe Döhn  voller Stolz berichten konnte. Der Honig wird in der Gemeinde zum Kauf angeboten, dessen Erlös wieder in die eigenen Projekte fließt. Die Predigt von Uwe Döhn war an diesem Abend auf die Schöpfung der Lebewesen abgestellt und ging einher mit der Entstehungsgeschichte. Beim anschließendem Imbiss stellte sich die Frage, warum nicht auch andere Kirchengemeinden Tiere und Menschen zusammenführen.

js

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