Alexander Beck zieht es ins Brückenviertel

Theater Alte Brücke öffnet in Sachsenhausen

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Alexander Beck hält bereits die ersten Programmes des Theaters Alte Brücke in Händen.

Frankfurt - Zwischen Apfelweinkneipen, Restaurants und Boutiquen entsteht "Sachsenhausens neues Wohnzimmer": Alexander Beck stampft mit dem Theater Alte Brücke eine neue Spielstätte aus dem Boden. Doch das erste Stück musste bereits verschoben werden.  

Noch war nicht viel zu sehen für die ungefähr 120 Gäste, die zum Richtfest des neuen Theaters Alte Brücke in die Kleine Brückenstraße 5 kamen. Dieser große Zuspruch zeigte, wie stark das Bedürfnis der Bewohner nach einer solchen Einrichtung in ihrem Stadtteil ist. „Die Leute brachten Geschenke, freuten sich mit uns und waren sehr interessiert“, sagte Alexander Beck zur kleinen Feier in „Sachsenhausens neuem Wohnzimmer“, wie er es nennt.

Der Inhaber, Organisator und Regisseur erläuterte seinen ersten Gästen die geplante Gestaltung des Raumes, der momentan noch wie eine Baustelle aussieht und in dem fleißig gestrichen, gebohrt und gehämmert wird. Ab Ende April soll das Theater eine wichtige Lücke in der Frankfurter Landschaft der darstellenden Künste schließen.

Alexander Beck erfüllt sich damit einen seit vielen Jahren gehegten Traum. Als Schauspieler machte er immer wieder die Erfahrung, wie schwierig es ist, alleine oder als Ensemble geeignete Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Nun realisiert das Gründungsmitglied der Fliegenden Volksbühne und Ensemblemitglied bei Barock am Main sowie beim Deutschen Äppelwoi-Theater ein Projekt, welches dem Brückenstraßenviertel das Tüpfelchen aufs i setzen soll.

Von Mundart bis Musik

Mit seinen etwa 85 Quadratmetern fügt sich das Theater in die Nachbarschaft von Konditorei, Apfelweinwirtschaft, Café, gehobener Gastronomie, Wochenmarkt, Einzelhandel, Weinstube und Modeschöpfern ein.

Das Konzept sieht dabei Volkstheater in Mundart, bewährte Komödien und Klassiker sowie moderne Stücke von Autoren aus aller Welt, vor allem aus Deutschland und den USA vor, die dann teilweise deutschsprachig uraufgeführt werden. Weiterhin bietet das Theater Raum für externe Theatergruppen, Komödianten, akustische Musik, Autorenlesungen, Kindertheater und vieles mehr.

Die für Mittwoch, 8. April, vorgesehene Premiere wird allerdings aus bautechnischen Gründen verschoben. Die feuerfeste Farbe, eine wesentliche Brandschutzmaßnahme, ist nicht rechtzeitig verfügbar. „Die Brandschutzauflagen sind wichtig, die will ich auf jeden Fall einhalten, allein schon wegen der Sicherheit für die Gäste“, begründete Alexander Beck die Verzögerung. Am 25. April soll dann endlich die erste Premiere stattfinden. „Das fette Schwein“, ein Stück des amerikanischen Autors Neil La Bute, handelt von einer Liebesbeziehung und erzählt mal witzig, mal nachdenklich stimmend von den Reaktionen der Mitmenschen auf diese Partnerschaft. Kontakt zur Kartenbuchung, die direkt über das Internet möglich ist, und zum weiteren Programm der Spielzeit 2015 finden Interessierte auf der Seite www.theater-alte-bruecke.de.

ucw

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