Leere Kassen

Nur wenige Taunus-Städte leisten sich Imagefilm

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In malerischen Bildern stellt sich Oberursel in seinem 20.000 Euro teuren Imagefilm vor.

Region Rhein-Main – Nur wenige Taunus- Städte präsentieren sich professionell in einem Werbefilm. Denn ein gutes Image ist in den meisten Fällen teuer. Von Angelika Pöppel 

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Nur wenige Städte im Taunus haben den Trend zum Imagefilm entdeckt. Teuerstes Beispiel ist der Film der Stadt Oberursel. Ganze 20.000 Euro gingen für den Werbefilm, der im Zuge des Hessentages 2011 entstand, drauf. „Durch die visuellen Eindrücke wollen wir das Produkt Oberursel vermarkten“, sagt Nicole Horn, Pressesprecherin der Stadt. Auch Kelkheim kann einen professionellen Werbefilm vorweisen. Aufgenommen wurde er vergangenes Jahr im Rahmen des 75-jährigen Stadtjubiläums. Eindrucksvolle und historische Bilder sowie Stimmen aus der Bevölkerung zeichnen ein sympathisches Bild. Auch die Stadt Bad Homburg hat sich ein 29-minütiges Portrait einiges kosten lassen. Wie viel, will man nicht verraten. Nur soviel: hat ein Filmteam innerhalb von 13 Monaten Feste und Veranstaltungen dokumentiert. Allerdings ist der Werbefilm nicht öffentlich, sondern für 12,95 Euro bei der Touristinfo erhältlich.

Video: Der Imagefilm der Stadt Oberursel

Die Stadt Hofheim verzichtet ganz auf eine Imagefilm. „Wir müssen sparen und so etwas wird als erstes gestrichen“, sagt Pressesprecher Harald Haaker.

Beim Thema Imagefilm ziehen aber vor allem kleinere Städte und Gemeinden oft den Kürzeren. Aus einem Grund: Das Geld fehlt. Deshalb verzichten Königstein, Eppstein, Niedernhausen, Sulzbach und Flörsheim auf einen Imagefilm. Liederbach ist nicht in einem Imagefilm zu entdecken, dafür veröffentlicht die kleine Gemeinde auf ihrer Homepage einen professionellen Fernsehbeitrag über die Stadt.

Video: Einer der Imagefilme von Friedrichsdorf

 

Engagement dagegen in Friedrichsdorf: Die Stadt hat zehn kleinere Clips zum Thema Kultur, Einkaufsmöglichkeiten und mehr produziert. „Wir möchten diese Reihe auch noch weiterführen“, sagt Uwe Hild, von der Wirtschaftsförderung der Stadt. In drei bis fünf Minuten wird die Stadt in schönen Bildern präsentiert und Menschen aus Friedrichsdorf kommen zu Wort. Die Stadt Bad Soden hat ebenfalls einen Imagefilm gedreht. Kostenpunkt: 6500 Euro. Doch er wurde zwischen 2012 und 2013 wieder von ihrer Homepage genommen, da er schon wieder veraltet sei.

Eppstein hat zwar das Jubiläum „100 Jahre Burgfestspiele“ in einem Videobeitrag festgehalten. Einen Film über die Stadt gibt es aber nicht. „Wir denken auch darüber nach, einen Imagefilm für Eppstein herzustellen. Wir verzichten nur momentan darauf. Das liegt neben den Kosten auch an den personellen Ressourcen“, erklärt Joachim Schäfer  von der Stadt.

Der Imagefilm der Stadt Kelkheim

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