Mit Taekwando gegen Straßendieb

Mit Kantschlag gegen Tablet-Raub

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Mit Kantschlag vom Taekwando wehrte ein Rödelheimer seinen Räuber ab.

Frankfurt - Dienstagnachmittag ging ein Straßenräuber in Frankfurt Rödelheim trotz einer Messerattacke leer aus. Das Opfer wehrte sich mit gekonnten Schlägen.

Der von seinem Tablet abgelenkte 18-jährige Frankfurter bekam das Gerät in Rödelheim aus der Hand gerissen und der Täter rannte davon. Doch der junge Mann setzte sofort nach und konnte ein paar Straßen weiter den mutmaßlichen Straßenräuber stellen. Der Täter zog ein Springmesser und stach mehrfach in Richtung seines Opfers.

Mit dessen Taekwondo-Erfahrung hatte der Räuber sicher nicht gerechnet. Mit geübten Schlägen fiel das Messer zu Boden. Gleichzeitig verlor der mutmaßliche Straßenräuber das Tablet. Als das Opfer dieses aufhob, flüchtete der Unbekannte in Richtung Hausener Weg.

Wie die Polizei Frankfurt bekannt gab, erschien der Geschädigte erst gegen 22.00 Uhr auf dem Polizeirevier, um Anzeige zu erstatten. Der verhinderte Straßenräuber wird als etwa 1,75 Meter groß und schlank beschrieben. Er trug während des Überfalls einen weinroten Kapuzenpulli und hatte ein blaues Tuch mit weißen Mustern vor Nase und Mund gezogen. Bewaffnet war er mit dem oben genannten Springmesser.

Trotz des glücklichen Ausgangs des Überfalls, warnt die Polizei: „Bewaffnete Täter, insbesondere mit Messer, können auf kurzer Distanz ihrem Gegenüber schwerste Körperverletzungen zufügen.“ Wenn man sich wehrt, sollte man die möglichen Verletzungen gegen den Wert eines Handys, Tablets oder Geldbörse abwägen und sich es vielleicht doch anders überlegen. Ein Opfer, dass den Räuber erfolgreich in die Flucht schlägt, ist doch selten.

red

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