Stadtteilserie

Niederrad: Wo Frankfurts sportliches Herz schlägt

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Sven Hilbich ist sicher, dass Niederrad der sportlichste Stadtteil Frankfurts ist.

Frankfurt – Sportlich, sportlicher, Niederrad! Dieser Stadtteil ist nicht nur das Zuhause der Eintracht, sondern auch das von vielen Sportlern. Sven Hilbich zum Beispiel. Der Vorsitzende der TSG Niederrad erklärt, warum sein Stadtteil und sein Verein etwas Besonderes sind. Von Anna Magel

2009 übernahm Sven Hilbich das Amt des ersten Vorsitzenden. Auch er ist dem Fußball verfallen und kickt seit seinem zwölften Lebensjahr regelmäßig das runde Leder. „Wenn man Vorsitzender ist, bleibt leider nicht viel Zeit, um zu spielen. Aber dafür habe ich die Möglichkeit, die Zukunft des Vereins mitzugestalten.“, sagt Hilbich, dem besonders die Jugendarbeit am Herzen liegt: „Wir wollen die Kinder von der Straße holen und sie dazu motivieren, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.“ Auf den Sportplätzen der TSG lernen die Kinder nicht nur mit dem Fußball, sondern auch mit anderen Kulturen umzugehen, denn viele Mitglieder haben ausländische Wurzeln.

Neue Tradition für alle Frankfurter Sportvereine

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Zur Konkurrenz wird ein gutes Verhältnis gepflegt. Im Februar dieses Jahres veranstaltete die TSG ein städtisches Jugend-Hallenfußball-Turnier, zu dem alle  Frankfurter Sportvereine eingeladen waren. Auch im nächsten Jahr soll die Veranstaltung stattfinden und vielleicht zu einer neuen Tradition werden. „Wir sind sicherlich der sportlichste Stadtteil von Frankfurt“, behauptet der gebürtige Niederräder selbstbewusst.„Bei uns steht das Waldstadion und die Galopprennbahn. Wir haben die größte Vereinsdichte, und so gut wie jeder hier ist verrückt nach Fußball.“

Der sympathische 24-jährige Niederräder und zukünftige BWL-Student kann sich gar nicht vorstellen, jemals das sportliche Herz Frankfurts zu verlassen: „Bis auf den Job dreht sich mein ganzes Leben um Niederrad. Ich kann und will von hier nicht weg.“

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