Sven Gölz hat Verein für behinderte Kinder geründet

Kelkheimer bringt Kinder zu ihren Stars

Die gelähmte Clarissa durfte „Immer wieder Sonntags“ -Moderator Stefan Mross (links) im Europark treffen. Organisator Sven Gölz ist auch immer selbst vor Ort.

Kelkheim – Nicht nur reden, sondern machen! Das dachte sich Sven Gölz aus Kelkheim und gründete den Verein „Kinder treffen Stars“, um behinderten Kindern besondere Momente zu schenken. Doch ihm fehlt das Geld um weiter zu machen. Von Angelika Pöppel 

Tischtennis-Profi Timo Boll liefert sich einen kleinen Schlagabtausch mit seinem zehnjährigen Fan Max aus Sulzbach. Danach posieren sie für ein Erinnerungsfoto. Doch hinter dem Fanfoto verbirgt sich viel mehr. Denn Max sitzt im Rollstuhl, schon seit der Geburt. Das Treffen mit seinem Idol ist nicht nur ein unvergessliches Erlebnis, sondern gibt auch ein Stück mehr Lebensmut. Das weiß Sven Gölz aus Kelkheim. Der alleinerziehende Vater von zwei gesunden Söhnen hat bereits einige Treffen zwischen Stars und Kindern mit Behinderung organisiert. Ehrenamtlich hat er den Verein „Kinder treffen Stars“ in diesem Jahr ins Leben gerufen und opfert viel freie Zeit für glückliche Kinderaugen. „Bisher hat noch kein Promi, den ich angefragt habe, abgesagt“, sagt Gölz stolz.

Auch Geschwister dürfen dabei sein

Max aus Sulzbach durfte Tischtennis-Profi Timo Boll treffen: Möglich machte das der Kelkheimer Verein „Kinder treffen Stars.“

So auch nicht Trompeter und „Immer wieder sonntags“-Moderator Stefan Mross. Die zwölfjährige Clarissa, die an allen Extremitäten gelähmt ist, verbrachte einen

Spendenkonto:

Nassauische Sparkasse

IBAN: DE95 5105 0015 0227

BIC: NASSDE55XXX

Mehr Infos zum Verein von Sven Gölz unter www.kindertreffenstars.de oder www.facebook.de/kindertreffenstars

Tag mit der ganzen Familie im Europapark und traf ihren Lieblings-Star. „Ich habe mich von Psychologen beraten lassen: Es ist sehr wichtig, dass auch die Geschwister dabei sind. Sie müssen oft zurückstecken und dürfen bei so einem positiven Erlebnis nicht ausgeschlossen werden“, erklärt Gölz.

Der Kelkheimer kennt keine Berührungsängste zu Kindern mit Behinderungen, schweren Krankheiten oder auch aus sozialschwachen Verhältnissen. Schon als Jugendlicher pflegte er den Kontakt zu einem Kumpel aus Südtirol – auch als der nach einem schweren Vespa-Unfall mit 17 Jahren von heute auf morgen im Rollstuhl saß. „Ich habe immer bewundert wie er sich durchgeschlagen hat. Trotz seiner Behinderung waren wir Skifahren und schwammen im See.“ Und durch ihn lernte Gölz auch die oberste Regel: „Das Schlimmste was man machen kann ist, ungefragt helfen. Das wollen sie einfach nicht.“

Fehlende Spengelder bremsen den Kelheimer aus

Gölz hilft anders: Der Kelkheimer hat in diesem Jahr viel Zeit damit verbracht, Profi-Sportler und Prominente anzuschreiben. Denn: „Ich möchte mich immer erstmal vortasten, damit ich die Kinder später nicht enttäuschen muss.“ Sehr gute Kontakte hat er aus beruflichen Gründen zum Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Doch die Prominenten mit ins Boot zu holen, ist generell kein großes Problem. Gölz fehlt es viel mehr an Spendengeldern. Denn der Transport der Kinder und ihrer Familien ist teuer. „Ich bin bereits auf die Bremse getreten und will erst wieder richtig Werbung machen, wenn ich es auch finanzieren kann.“

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