Nur in Offenbach nicht

Mit dem Super-Sommer haben Freibäder Kasse gemacht

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Region Rhein-Main – Fast alle Freibäder der Region haben im Sommer 2015 Besucherrekorde verzeichnet. Auch in Hattersheim und Friedrichsdorf gab’s freudige Gesichter. Einzig in Offenbach gingen die Zahlen zurück – und keiner weiß warum. Von Katrin Greschner

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt: Der Sommer war heiß. Bei Temperaturen von bis zu 39,6 Grad hat das Rhein-Main-Gebiet den drittwärmsten Sommer überhaupt erlebt. Klar, dass viele Menschen Abkühlung in den Freibädern suchten. Und diese hatten keinen Grund zum Meckern.

Das Egelsbacher Freibad, das in den vergangenen Jahren um seine Existenz bangen musste, kann entspannt in die Zukunft blicken. Mit 88.000 Besuchern steigerten sich die Besucherzahlen um 50 Prozent. Auch das Bäder- und Hallenmanagement Langen spricht von einem zweiten Jahrhundertsommer nach 2003. Das Freizeit- und Familienbad erlebt ein Plus von fünf Prozent bei sage und schreibe 250.000 Besuchern. Damit liegt es dicht an den Besucherzahlen von Hanau: „Juli und August haben uns mit Sahara-Temperaturen unterm Strich in diesem Jahr bisher 26.000 Badegäste mehr beschert als 2014“, berichtet Uwe Weier, Geschäftsführer der Bäder Hanau. Auch Neu-Isenburg und Dietzenbach sprechen zufrieden von einem Rekordsommer. In Mühlheim musste Betriebsleiter Roland Peterson wegen der Besuchermassen sogar eingreifen. „Aufgrund von Überfüllung schließen mussten wir nicht, wir haben die Leute gebeten etwas näher zusammenzurücken und das hat sehr gut geklappt.“

Waldschwimmbad Rosenhöhe: Weniger Besucher als 2014

Auch Dalila Kahl, Betriebsleiterin des Parkschwimmbads in Dreieich, zog eine zufriedenstellende Bilanz: „Für unser Freibad bot 2015 sogar den besten Sommer der vergangenen fünf Jahre.“ Sowohl in Hattersheim als auch in Dreieich zeichnete sich der 4. Juli (Samstag) als besucherstärkster Tag ab. Doch vor allen Dingen die Bäder Betriebe Frankfurt hatten Grund zum Strahlen. Allein in fünf der sieben Freibäder erreichte die Besucherzahl insgesamt 753.000. Den Besucherrekord brach das Brentano-Bad mit 18.000 Gästen ebenfalls am 4. Juli, an dem das jährliche Familiensportfest stattfand.

Mit etwa 80.000 Besuchern steigerte sich das Freibad in Hattersheim um 25.000 Besucher im Vergleich zum Vorjahr. Und auch in Friedrichsdorf stiegen die Besucherzahlen um etwa 30 Prozent.

Das Freibadsoden zählte dank des Super-Sommers insgesamt 81.415 Besucher. Auch hier genossen am 4. Juli mit 3.759 Besuchern die meisten Menschen die sommerlichen Temperaturen.

Ganz anders in Offenbach: Das Waldschwimmbad Rosenhöhe ist dort das einzige geöffnete Freibad gewesen. Trotzdem kamen nur 45.000 Besucher – weniger als im Sommer 2014. Matthias Wörner, Vorsitzender des Ersten Offenbacher Schwimmclubs (EOSC) ist ratlos und kann sich den Rückgang der Besucherzahlen trotz Supersommer nicht erklären: „Eigentlich waren wir in allen Bereichen besser als im Vorjahr.“ Es scheint, als wären die sieben Freibäder in Frankfurt in diesem Jahr eine zu große Konkurrenz gewesen.

Wer zum Herbstanfang nicht auf einen Freibadbesuch verzichten möchte, kann noch bis zum 18. Oktober im Freibad Hausen und bis zum 27. Oktober im Freibad Silobad in Höchst plantschen, was das Zeug hält.

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