In Trümmern

Sudfass: Abriss des Edelbordells geht voran

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Das Bordell muss Luxuswohnungen weichen.

Frankfurt - Stück für Stück verabschiedet sich Frankfurt in diesen Tagen von seinem einst ebenso berühmten wie berüchtigten Bordell Sudfass.

Wo früher überdimensionale gespreizte Beine zum Eingang wiesen, liegen bereits weite Teile der Häuserzeile am Mainufer in Trümmern. Bis Ende des Jahres soll der Gebäudeblock abgetragen sein. Auf dem Gelände des einstigen Freudenhauses soll ein Appartementhaus gebaut werden, außerdem sind ein Café, ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen und eine Tiefgarage geplant.

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Allerdings gibt es Einwände und Stellungnahmen, die geprüft werden müssen. "Ob bereits jetzt ein Bauantrag genehmigt werden kann oder es zunächst des Satzungsbeschlusses bedarf, wird derzeit geklärt", hieß es am Montag im Frankfurter Planungsdezernat. Bis Ende des Jahres will die Stadt entscheiden. Der einstige Besitzer des Sudfasses hatte den weit über Frankfurt hinaus bekannten "Sauna-Wellness-Club" verkauft.

Frankfurts Mainufer ist in den vergangenen Jahren für viele Millionen Euro saniert worden. Es sind Hunderte von Wohnungen entstanden - zu oft hohen Preisen. Da das Sudfass-Gelände direkt an der Flößerbrücke in der Nähe von Innenstadt und der neuen Europäischen Zentralbank (EZB) liegt, gilt die Lage als gut.

dpa

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