`Ne echt gute Masche: Sie stricken für Kinder

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Karin Gasch (links) mit ihren Strickdamen bei der Arbeit.

Offenbach – Klick, klack, klick, klack – Aus dem Hinterzimmer des Irish Pub klingt jeden Mittwochabend dasselbe metallische Geräusch, fabriziert von 36 geschäftigen Händen, die Stricknadeln blitzschnell tanzen lassen – damit arme Offenbacher Kinder es im Winter warm haben. Von Christian Reinartz

Ist der Faden aufgebraucht, liegen kleine Pullover, Socken und Handschuhe vor den Damen auf dem Kneipentisch. Später wird Karin Gasch die gestrickten Kleidungsstücke zur Offenbacher Diakonie bringen. Aber auf die Stücke wartet kein wohltätiger Basar, kein karitativer Flohmarkt. „Die armen Kinder werden dort direkt eingekleidet“, sagt Karin Gasch: „Wir stricken den Offenbachern das sozusagen auf den Leib.“ Gasch ist Inhaberin des Offenbacher Handarbeitsladens „Wollfädchen“ und die Gründerin des Strickkreises. 18 Damen gehören der fleißigen Truppe an, die nicht müde wird zu stricken. „Damit die Kleinen es im Winter warm haben“, sagt Karin Gasch. 41 Pullover und Baby-Garnituren, 23 Paar Socken, sechs Paar Babyschuhe und viele Dinge mehr haben die Frauen schon Masche für Masche gestrickt. „Das geht wie am laufenden Band“, sagt Karin Gasch stolz und zeigt auf ihre Frauen. Die Schnellste von ihnen schafft einen Pulli an zwei Abenden. Das ist Rekord. „Aber es geht uns nicht um Schnelligkeit, sondern um den Spaß an der Sache“, sagt die Strickkreis-Chefin: „Und wenn wir so etwas Gutes tun können, dann tun wird das.“

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