Straße statt Schiene: Linienbus nach Leipzig

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Torben Greve (links) und Panya Putsathit wollen den Fernbusverkehr ausbauen – auch ab und nach Frankfurt.

Offenbach/Frankfurt – Autobahn statt Schiene – der Markt der Fernbusverbindungen wächst und wächst. Ab Ende November gibt’s ab Frankfurt zwei neue tägliche Reisebusverbindungen. Von Norman Körtge

Sie gelten als die Freiheitskämpfer im Fernbusverkehr: Die Offenbacher Gründer von „DeinBus.de“ siegten im Frühjahr 2011 im Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn (hier nachzulesen: "Diese drei ärgern die Bahn"). Das Monopol der Bahn auf Fernstrecken war gebrochen. Seither organisieren die Offenbacher unter anderem ab Frankfurt regelmäßige Busverbindungen nach Stuttgart, München, Köln, Düsseldorf und Tübingen.

Es ist offensichtlich ein lukrativer Markt, den der Gesetzgeber nun mit der Anfang November im Bundesrat verabschiedeten Liberalisierung des so genannten Personenbeförderungsgesetzes weiter geöffnet hat. Mit „MeinFernbus.de“ prescht ab 29. November ein weiterer Anbieter auf den Frankfurter Markt. Wie die beiden Geschäftsführer Torben Greve und Panya Putsathit diese Woche bekannt gaben, wird es dann viermal täglich die Verbindung Frankfurt-Darmstadt-Heidelberg-Europark, Rust-Freiburg-Lörrach-Zürich und viermal täglich nonstop Frankfurt-Leipzig geben. Bislang hatte „MeinFernbus.de“ die Strecken Freiburg-München und München-Zürich im Programm. Greve und Putsathit haben sich nichts geringeres vorgenommen, als der „bekannteste und beliebteste Fernbusanbieter“ zu werden.

Pionier Christian Janisch von „DeinBus.de“ sieht’s gelassen: „Wir freuen uns über jeden, der den Fernbusmarkt bekannter macht“, sagt er. Janisch setzt auf die bisher gemachten Erfahrungen mit all den Höhen und Tiefen – und auf Wachstum: „Wir haben da ein paar Ideen.“

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