So gut stehen Flirt-Chancen beim Public Viewing

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Fremden eine Deutschland-Fahne ins Gesicht malen – bei der EM kein Problem und eine gute Taktik, um jemanden kennenzulernen.

Region Rhein-Main – Männer kennenlernen, während die wie gebannt auf eine Leinwand starren? Das geht, sagt Flirt-Expertin Kareen Bossenberger. Nirgendwo lässt es sich leichter flirten als beim Rudelgucken. Trotzdem gibt es einiges zu beachten. Von Julia Renner

Während der Fußball-Europameisterschaft rückt Deutschland zusammen – und das ganz wörtlich. Denn in vielen Kneipen, Bars und Stadien werden dicht gedrängt die Spiele der deutschen Elf verfolgt. „Man kommt automatisch ins Gespräch, das sollte man ausnutzen“, sagte Flirt-Expertin Kareen Bossenberger. „Gleiches verbindet und es gibt sofort Gesprächsstoff.“ Schließlich fiebern alle mit dem gleichen Team mit.

Das einzige, was weder bei Männern noch bei Frauen gut ankommt: Während des Spiels plaudern. Ansonsten gibt es einige Möglichkeiten, mit dem süßen Sitznachbar ins Gespräch zu kommen. „Interesse wirkt sexy,“ sagt Bossenberger. Deshalb sollten sich Frauen nicht scheuen zu fragen, was eigentlich ein Abseits ist oder welchen Endstand der Flirt tippt.

Flirt-Expertin Kareen Bossenberger.

Dass ein Mann keine Lust darauf hat, angesprochen zu werden, glaubt Kareen Bossenberger nicht: „Männer sind immer offen für Flirts, das liegt in der Natur des Mannes.“ Fußball hin oder her. Außerdem würden sie sich geschmeichelt fühlen, wenn sie einer Frau etwas erklären könnten. Für Männer wird es so sogar leichter, Frauen kennenzulernen: Sie müssen sich nämlich mal nicht einen tollen Spruch einfallen lassen. „Sonst ist das Kennenlernen viel komplizierter.“ Und Männer freuen sich, wenn auch mal die Frau die Initiative ergreift.

Lachen ist Flirtfaktor Nummer eins

Auch in Sachen Körpersprache könne man beim Public Viewing nicht viel falsch machen. „Die meisten Menschen sind sich ihrer Körpersprache gar nicht bewusst.“ Verschränkte Arme oder übergeschlagene Beine deuten eher auf Zurückweisung hin, doch beim gemeinsamen Fußballschauen ist die Körperhaltung ganz anders.

Wenn er eine Frau kennenlernen möchte, könne ein Mann beispielsweise sagen „Ich finde es toll, dass du dich für Fußball interessierst. Darf ich dir einen Drink schenken“, schlägt Bossenberger vor. Wichtig: „Nicht fragen, ob man ihr einen Drink ausgeben darf. Schenken ist ein Schlüsselwort.“ Schließlich komme ein Geschenk von Herzen. Auch die Frage, ob sich die Frau generell für Fußball interessiere und einen Lieblings-Verein habe, komme gut an. „So etwas empfindet eine Frau nicht als Anmache“, sagt Bossenberger, die seit zehn Jahren bei Karben die Partnervermittlung „PTP Partnertreffpunkt“ betreibt.

Egal, was gesagt wird und ob es von der Frau oder dem Mann kommt: Es sollte authentisch klingen, aus dem Bauch heraus kommen – und idealerweise mit Lachen verbunden sein. „Lachen ist der Flirtfaktor Nummer eins.“

Fakt ist: Wer sich beim Public Viewing kennenlernt, wird lange in Erinnerung bleiben. „Durch die Euphorie wird Adrenalin ausgeschüttet, dadurch wird das Gegenüber interessant und man behält ihn besser in Erinnerung.“

Partnervermittlerin Kareen Bossenberger ist zu erreichen über Telefon  (06034) 939399 oder per Mail an partnertreffpunkt@t-online.de.

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