Stadtteilserie

Bockenheim: Auch ohne Goethe-Uni beliebt

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Die beliebte Leipziger Straße in Bockenheim.

Bockenheim - Bockenheim ist laut, urban und stark bevölkert. Und das bleibt auch so, wenn die Goethe-Uni geht.

Rund 34.740 Einwohner, darunter viele Studenten, leben zwischen Leipziger Straße, Bockenheimer Warte und Frankfurter Messe. Die Goethe-Universität hatte 80 Jahre lang hier ihren Hauptsitz, ehe sie im Jahr 2001 mit ihren geisteswissenschaftlichen Instituten ins Westend zog. Sie gehört zu den fünf größten deutschen Universitäten nach Studentenzahl. Im nächsten Jahr feiert die Uni 100-jähriges Bestehen.

Ab 2015 keine Uni mehr in Bockenheim

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Doch 2015 wird es keine Uni mehr in Bockenheim geben, da alles auf den Campus Westend umzieht. Kleine Cafés und diverse Kleinkunsttheater, wie die „Dramatische Bühne“, die Uni-Bibliothek sowie die typisch frankfurterischen Kneipen bleiben. Und Bockenheim wächst weiter: Aktuell wird an der „City-West“, der Messe und dem Gelände am Rebstock gebaut.

Kultur: Auf dem Gelände des ehemaligen Schönhofs errichtete die Stadt Frankfurt 1961 das preisgekrönte schallisolierte Musikübungszentrum MÜZ in der Rödelheimer Straße 38 mit einer markanten geschwungenen Dachkonstruktion. Das Bockenheimer Depot, ein ehemaliger Betriebshof ist eine Spielstätte der Städtischen Bühnen.

Bockenheim in Bildern

Bockenheim in Bildern

Die Dramatische Bühne wurde von 1914 bis 1918 als Lazarett benutzt, später dann als Schwanen-Kino und zuletzt als Express-Reinigung. Das Ensemble von zwölf Schauspielern spielt etwa 150 Vorstellungen pro Jahr. Im Titania-Theater, Basaltstraße 23, sprach unter anderem Rosa Luxemburg auf einer Veranstaltung gegen den Ersten Weltkrieg. Diese Rede wurde der Haftgrund. Später wurde es zum Kino, dann ab 1989 Bürgertreff der Saalbau. Ab 1997 Spielstätte des Galli-Theaters bis 2005. Ab Oktober 2005 wieder Titania-Theater und seit 2010 Spielstätte des „Freien Schauspiel Ensembles im Titania“ unter Leitung von Reinhard Hinzpeter und Bettina Kaminski.

Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in der Wilhelm-Epstein-Straße 14 bietet Informationen über Geschichte und Funktionsweise des Geldes und verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Geldscheinen aus aller Welt.

red

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