Stadtteilserie

Zehn Gründe, warum das Nordend so lebenswert ist

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Der Oeder Weg im Frankfurter Nordend bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.

Nordend - In unserer beliebten Stadtteilserie „Zehn Gründe, warum...“ geht es diesmal um das Nordend. Lesen Sie, was der Frankfurter Stadtteil zu bieten hat

1. Nordend ist urbanes Leben pur. Mit mehr als 51.000 Einwohnern auf einer Fläche, die ungefähr der des relativ kleinen Frankfurt-Höchst entspricht, weist das Nordend die höchste Einwohnerdichte des Frankfurter Stadtgebietes auf und hat absolut gesehen die zweithöchste Einwohnerzahl nach Sachsenhausen. Zudem gehört das Bürgerhospital zum Stadtteil. Im Krankenhaus kamen im vergangenen Jahr 3170 Babys auf die Welt – so viele wie in keiner anderen hessischen Einrichtung.

2. Das Nordend ist bestens angebunden und der Verkehrs-Knotenpunkt schlechthin. Der Stadtteil hat auch die größte U-Bahn-Dichte in Frankfurt. Gleich drei Linienäste (U1/U2/U3/U8, U4, U5) durchlaufen den Stadtteil und halten dort an insgesamt zehn Stationen (Nordend-West: acht, Nordend-Ost: zwei). Hinzu kommt eine von den Linien zwölf und 18 befahrene Trasse der Straßenbahn.

3. Das Nordend bietet zahlreiche Parks und Grünanlagen. Man ist mitten in der Stadt und doch im Grünen. Eine Auswahl: Holzhausenpark, Günthersburgpark, Bethmannpark und der chinesische Garten des Himmlischen Friedens.

4. Gourmets und Nachtschwärmer schätzen das Nordend für seine Vielzahl gehobener Wein- und Cocktailbars sowie Restaurants internationaler Ausrichtung. Ein weiterer Höhepunkt ist der Oeder Weg. Hier gibt es neben den Restaurants und Kneipen auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Keine unpersönlichen Geschäfte mit Massenware, sondern exzellente Läden mit viel Sinn für Details und vor allem Qualität. Zur Erlebniswelt des Oeder Wegs gehören über zwanzig Geschäfte, in denen man modische Bekleidung, Hüte und Schuhe finden kann. Dinge des täglichen Lebens erhält man in Supermärkten, Drogerien, Delikatessengeschäften, Reformhäusern, Apotheken, Spezialgeschäften und Blumenläden.

5. Seit 2005 hat auch das Nordend einen Wochenmarkt. Auf dem Friedberger Platz gibt es jeden Freitag Frisches vom Erzeuger. Danach fanden die berühmt-berüchtigten Freitagabend-Partys mit bis zu 2500 Teilnehmern bis tief in die Nacht statt. Lärm und Müllberge verärgerten die Anwohner. Mittels neuem Konzept (Zapfenstreich um 22 Uhr, doppelt so viele Mülleimer und acht Toiletten sowie gemischten Streifen aus Stadtpolizei und Anwohnern) soll das Ganze in geregelte Bahnen gelenkt werden.

6. Das Nordend hat natürlich eine ausgeprägte Feierkultur. Auf der Unteren Bergerstraße, zwischen Bethmannpark und Höhenstraße, findet meist am Ende der Sommerferien das wohl schönste und größte Straßenfest der Mainmetropole statt. Auch das Rotlintstraßenfest und das Glauburgfest sind seit langem fester Bestandteil der Festeszene im Nordend.

7. Im Nordend bündeln sich wichtige Einrichtungen in der Stadt. Beheimatet sind hier das Polizeipräsidium und die Deutsche Nationalbibliothek.

8. Stadtteile wie das Westend und der Riedberg mögen sich mit den Campi der Goethe-Universität schmücken. Doch das Nordend steht dem in Sachen Bildungsangebot in nichts nach. Der Stadtteil ist beispielsweise Heimat der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), Hessens einziger Einrichtung dieser Art. Auch die Frankfurt University of Applied Sciences, wie die Fachhochschule seit 2014 heißt, hat dort ihren Sitz. Darüber hinaus baut die Frankfurt School of Finance & Management einen neuen Campus an der Adickesallee. Ab 2017 soll dort die Wirtschaftselite von Morgen ausgebildet werden.

9. Das Nordend ist ein kulturelles Kleinod. Beste Beispiele das Kino „Mal seh’n“ in der Adlerflychtstraße 6 oder Bäppi’s Theatrallalla. Die Kleinkunstbühne in der Friedberger Landstraße 296 ist ein Muss für alle Frankfurter. Auch das Stalburg Theater in der Glauburgstraße 80 ist einen Besuch wert. Wer die Welt einmal mit anderen Augen sehen will, geht ins Explora Science Center. Optische Täuschungen, dreidimensionale Bilder und andere Illusionen erwarten die Besucher im alten Bunker am Glauburgplatz.

10. In Nordend gibt es ständig nur ein Thema - die Wohnsituation. Doch die Bewohner des Nordends bekommen auch immer wieder Verschnaufpausen, denn es wird stetig gebaut in dem beliebten Frankfurter Stadtteil. Erst am vergangenen Montag wurde von Oberbürgermeister Peter Feldmann in Begleitung von Planungsdezernent Olaf Cunitz und Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Holding, der Bau von neuen Wohnungen an der Adickesallee Ecke Bertramstraße gestartet. Feldmann wies darauf hin, dass Frankfurt im vergangenen Jahr allein 15.000 neue Bewohner bekommen habe und der Zuzug anhalte. Frankfurt sei eine lebenswerte Stadt, die dringend Wohnraum und Kinderbetreuung benötige. Mit 189 Wohnungen und einer Kita wird dieses zentrale Areal zwischen Dornbusch und Nordend von der ABG endlich zu neuem Leben erweckt und bietet dringend benötigten Wohnraum und Kinderbetreuung.

agk

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