Erst drei Bier, dann 350 Mitglieder

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Alexander Markert vor der Soccer-Arena auf der Sportanlage des SC Riedberg.

Riedberg – Alexander Markert hat Probleme, die viele Vereinsvorsitzende nicht kennen: Sein SC Riedberg bekommt täglich neue Mitglieder, noch bevor der Ligabetrieb begonnen hat, kann sein Club mehrere Jugendteams stellen, ständig entstehen neue Abteilungen. Und das alles, weil er ein Bier zu viel getrunken hatte. Von Axel Grysczyk

2010 traf man sich bei der Interessengemeinschaft Riedberg zum Erfahrungsaustausch. Kontakte knüpfen in dem rasant wachsenden neuen Stadtteil Frankfurts ist wichtig. Mit dabei: Alexander Markert. Der 38-jährige Fußballbegeisterte traf bei einem Bierchen auf Gleichgesinnte. Man verabredete sich zum Kicken. Beim zweiten Bier wurde die Idee geboren, eine Mannschaft aus Riedbergern zu gründen. Beim dritten Bier stand fest: Ein Verein muss her. Im März 2011 gründeten 26 Sportbegeisterte den SC Riedberg.

Alexander Markert wurde zum Vorsitzenden gewählt. „Gerade am Anfang gilt es so viel zu klären, das raubt viel Zeit. Derzeit bin ich jeden Tag rund drei Stunden für den Verein auf Achse – auch am Wochenende“, sagt der Clubchef und ergänzt: „Aber wenn man das Leuchten in den Augen der Bambinis sieht, wenn sie Fußball spielen, weiß ich, warum ich das mache.“ Nach nur einem Jahr hatte der SC Riedberg 230 Mitglieder, aktuell sind es zirka 350. Wenn der Verein im Fußball nach dem Sommer am Ligabetrieb teilnimmt, kann er schon 14 Jugendmannschaften stellen.

Grund für die rasante Entwicklung ist der Stadtteil selbst. Er ist in wenigen Monaten auf 5000 Einwohner angewachsen. Bis zum Jahr 2017 wird mit 15.000 Einwohnern geplant. Zudem nennt der Club ein schmuckes, mehrere Millionen Euro teures Sportgelände seine Spielstätte. Mit einem hochmodernen Kunstrasenplatz, einem weiteren Kleinfeld-Trainingsplatz, einer Kunstrasen-Kleinanlage, einem Basketballfeld und einer gefederten 650-Meter-Bahn rund um das Gelände ist der Verein für Sportwillige hoch attraktiv.

Wenn sich genug Breitensportler innerhalb des Vereins zusammengefunden haben, können sie eine neue Abteilung gründen. So sind bereits Fußball-, Basketball-, Lauf-, Volleyball- und eine Cricket-Abteilung entstanden. Gerade die Cricket-Spieler sind der Stolz des Vereins. Sie spielen gleich in der Bundesliga und haben zudem den ersten Pokal für den jungen Club gewonnen. Zudem gibt es Angebote in Tai-Chi, Yoga und Pilates. Markert: „Ich beobachte, dass es nicht nur um Sport geht, sondern dass auch durch den Club eine Identifikation mit dem Stadtteil wächst.“ Infos zum SC Riedberg unter www.scriedberg.de.

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