Ehemaliges Neckermann-Gebäude

Sprinkler setzt Flüchtlingsheim in Frankfurt unter Wasser

Frankfurt - Die automatische Brandmeldeanlage schlägt gestern in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Neckermann-Gebäude Alarm. Ein Sprinkler im vierten Obergeschoss war angesprungen und flutete die Etage. 

Die Feuerwehr wurde um 16.53 Uhr alarmiert und in den Komplex in der Hanauer Landstraße gerufen. Wie sich im Einsatzverlauf herausstellte, war ein ausgelöster Sprinkler der Grund. Allerdings fanden die Feuerwehrleute vor Ort keinen Brand. Jedoch standen mittlerweile Teile des vierten Obergeschosses erheblich unter Wasser. Durch Pumpen und Sauger legten die Einsatzkräfte die Etage wieder trocken. Anschließend setzten sie gemeinsam mit einer Fachfirma die Sprinkleranlage wieder in Betrieb.

Es wurde niemand verletzt. Eine Summe des entstandenen Schadens ist nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Bewohner des betroffenen Wohnbereichs wurde unter dem Verdacht des illegalen Aufenthalts und der Sachbeschädigung vorläufig festgenommen. Er soll unmittelbar nach Auslösung des Brandalarms aus dem betroffenen Bereich gekommen sein. Ferner ist er hessenweit mit mehreren Personalien erfasst. Inwieweit er für eine mögliche Manipulation an der Sprinkleranlage verantwortlich ist, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

Die etwa 30 im betroffenen Wohnbereich lebenden Personen wurden innerhalb der Unterkunft verlegt. Aktuell leben knapp 1000 Personen in der Unterkunft.

red

Flüchtlings-Unterkünfte in Flammen: kein Ende der Anschläge

Rubriklistenbild: © dpa

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