790. 000 Euro Schaden

Anklage nach Anschlagserie auf Fahrkartenautomaten erhoben

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Auch dieser Automat im hessischen Gießen war gesprengt worden.

Frankfurt - Nach einer Serie von Anschlägen auf 35 Fahrkartenautomaten in mehreren Bundesländern, darunter auch Hessen, soll sich ein 32-Jähriger vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

Dem ehemaligen Fremdenlegionär wird neben den Sprengstoffexplosionen der Diebstahl von 31. 000 Euro sowie Sachbeschädigung in Höhe von 790. 000 Euro vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Alexander Badle in Frankfurt mitteilte. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat gegen den Mann, der seit fast fünf Monaten in U-Haft sitzt, Anklage vor dem Landgericht Darmstadt erhoben.

790.000 Euro Sachschaden

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Dem Mann wird vorgeworfen, die Automaten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern zwischen Ende März bis und August 2013 mit einem Gasgemisch gesprengt zu haben. Bei den Sprengungen waren die etwa 60 Kilogramm schweren Automatentüren und andere massive Teile der Geräte bis zu 15 Meter durch die Luft geschleudert worden. Der Sachschaden wird insgesamt auf rund 790 000 Euro geschätzt - und damit auf ein Vielfaches der Beute. Dem Mann drohe im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren, hieß es.

Im Frankfurter Hauptbahnhof festgenommen

Er war am 14. August wenige Stunden nach der Sprengung eines Ticketautomaten im mittelhessischen Lollar im Frankfurter Hauptbahnhof festgenommen worden. Damals hatte er einen Rucksack mit Gaskartusche, Brennspiritus und Gasschlauch dabei. Außerdem wurden 800 Euro bei ihm gefunden. Nach dem Mann war seit Wochen öffentlich gefahndet worden. Da er die meisten Automaten im Raum Darmstadt gesprengt haben soll, wurde das Sammelverfahren vor dem dortigen Landgericht angeklagt.

Vor dem Landgericht Fulda müssen sich seit 12. Dezember drei weitere Männer ebenfalls wegen der Sprengung von Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn   verantworten. Die 30 und 44 Jahre alten Männer aus dem Kreis Fulda und Bad Soden-Salmüster sollen in Osthessen fünf Automaten in die Luft gesprengt haben, um an Geld zu kommen. Ihre Beute betrug 850 Euro, deutlich weniger als der Sachschaden von mehr als 130 000 Euro. Die angeklagten Männer und der 31-Jährige kannten sich den Ermittlungen zufolge nicht.

dpa

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