Von Spickzettel bis Erotik: So werden die Schulferien nicht langweilig

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Drei Frauen nackt in der Badewanne: Dieses Bild hat Ernst Ludwig Kirchner gemalt.

Frankfurt – Die Sommerferien stehen für die Frankfurter Schüler kurz bevor. Doch langweilen müssen sie sich in der lernfreien Zeit nicht. Die Museen in Frankfurt bieten spannende Ausstellungen von Erotik bis hin zu Spickzetteln. Von Jennifer Dreher

Davon sind 1000 Exemplare aus fast 100 Jahren Schulgeschichte im Museum für Kommunikation in Frankfurt noch bis Freitag, 3. September, zu sehen. Ob eingeritzt in Schokolade, versteckt im Lippenbalsam oder als Schummel-Etikett: Auf kreative Weise haben Schüler Matheformeln und Vokabeln versteckt. „Spickzettel. Bloß nicht erwischen lassen“ heißt die Ausstellung.

Fanta-Flasche als Spickzettel

Diese in Schokoladen geritzten Formeln lassen sich einfach aufessen, wenn der Lehrer kommt.

In der ersten Wochen pilgerten bereits hunderte Besucher, darunter nicht nur Schüler, ins Museum. Doch Anleitung zum Schummeln soll die Ausstellung nicht sein, wie Museumssprecherin Regine Meldt berichtet: „Die Ausstellung zeigt ja gerade, dass je offener mit dem Thema umgegangen wird – auch in den Schulen – desto weniger wird gespickt.“ Zudem werde auch in der Ausstellung thematisiert, dass jeder, der bei Prüfungen unerlaubte Hilfsmittel benutzt, immer noch mit Note sechs bestraft wird. Ihr Lieblingsspicker ist eine Fanta-Flasche. „Auf deren Etikett stehen statt Fakten über Zuckergehalt und Geschmacksverstärker Information zur US-Außenpolitik“, sagt Meldt.

Erotik im Städel

Nicht weniger kreativ sind Ernst Ludwig Kirchners Werke – noch bis Sonntag, 25. Juli, im Städel in Frankfurt zu sehen. Die Kunst des deutschen Expressionisten zeigt nicht nur Landschaften, sondern auch nackte Tatsachen. Ob drei Frauen, die miteinander aus Badewanne steigen, oder Strichzeichnungen, die Mann und Frau in erotischen Posen zeigen: Zwar ist das nicht mit Filmen zu vergleichen, die Jugendliche im Internet herunterladen können, lässt aber Raum für Phantasie.

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