Familie braucht Hilfe für behindertengerechtes Auto

Spendenaufruf! Fünfjähriger Julian unheilbar krank

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Ein Herz und eine Seele: Nach der Arbeit spielt Marc Zubrod noch eine Runde mit Sohn Julian. Ansonsten versuchen sie, so oft es geht, im nahegelegen Park spazieren zu gehen.

Frankfurt – Der fünfjährige Julian leidet an einer spinalen Muskelatrophie. Er wird sein ganzes Leben auf fremde Hilfe und seinen Rollstuhl angewiesen sein. Um die Hürden des Alltags besser zu nehmen, benötigt die Familie ein behindertengerechtes Auto. Doch das Geld dafür fehlt. Von Dirk Beutel

Von weitem sieht Julian aus wie ein ganz normaler Junge. Fröhlich, neugierig, aufgeweckt. Sein Lachen steckt an. Doch dem Fünfjährigen geht es alles andere als gut. Julian leidet an spinaler Muskelatrophie. Eine Form des Muskelschwundes, die immer weiter fortschreitet. Die Krankheit ist unheilbar. Keine Operation, keine Therapie kann Julian helfen. Sein ganzes Leben wird er auf fremde Hilfe angewiesen sein. Und auf seinen Rollstuhl.

Dass etwas mit Julian nicht stimmt, bemerkte die vierfache Mutter Yvonne Zubrod das erste Mal, als ihr jüngster Sohn anderthalb Jahre alt ist: „Mir fiel auf, dass er nicht versucht hat, zu krabbeln oder sich irgendwo hochzuziehen, wie es Kinder in dem Alter machen.“ 2011 bekam die Familie die niederschmetternde Diagnose. Schon jetzt, vier Jahre später, kann Julian keinen Stift mehr in der Hand halten oder auf dem Fußboden herumkrabbeln. Selbst im Bett kann sich Julian nicht selbstständig drehen. Das müssen seine Eltern für ihn machen. Jede Nacht, bis zu fünfmal.

Immunsystem enorm geschwächt

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Damit nicht genug, ist das Immunsystem des kleinen Frankfurters enorm anfällig. Der kleinste Infekt wirft Julian aus der Bahn. „Schon ein Schnupfen hat massive Auswirkungen“, sagt Mutter Yvonne. „Er darf keinem zusätzlichem Risiko ausgesetzt sein, dass er einen Krankheitserreger verschleppt.“ Deshalb müssen ihn seine Eltern vor Orten mit hoher Ansteckungsgefahr schützen. „Wir wollen Schlimmeres, wie eine Lungenentzündung auf alle Fälle vermeiden“, sagt Vater Marc. Dazu zählt auch Julians heiß geliebter Kindergarten, wo er viele Freunde hat. Besonders große Angst haben die Eltern, wenn Julian wieder neue Krankheitsschübe außer Gefecht setzen. Dann muss die Familie besonders stark sein und noch enger zusammen rücken. „Es ist jetzt so, wie es ist. Wir sind als Familie da hineingewachsen und machen das Beste daraus“, sagt sie. Doch seit geraumer Zeit wird das immer schwerer. Denn das Familienauto hat den Geist aufgegeben. Ein alter Kombi, in dessen Kofferraum Julians Rollstuhl gerade einmal so hineingepasst hat. Größere Unternehmungen oder Ausflüge sind für Julian erst einmal nicht möglich. Arztbesuche oder Termine zur Physiotherapie stellen die Familie immer wieder vor Herausforderungen. Reisen mit Bus oder Bahn kommen nicht in Frage, weil dort die Ansteckungsgefahr für Julian zu hoch wäre.

Zahlreiche Stiftungen um Hilfe gebeten

Einen neuen Wagen haben die Zubrods schon im Kopf. Ein Kleinbus in den Julian, auch wenn er einmal größer ist, mit seinem Rollstuhl über eine Rampe hineinfahren kann. Das Auto, das nur über eine Standardausstattung verfügt, kostet knapp über 34.500 Euro. In Zusammenarbeit mit dem Verein Mobil mit Behinderung, der kontrolliert, wie das Spendengeld ausgegeben wird, hat die Familie bereits zahlreiche Stiftungen um Hilfe gebeten. Inzwischen sind bereits 21.453 Euro zusammen gekommen. Bis dahin war es ein harter Weg voller Rückschläge. Umso glücklicher ist die Familie überhaupt so weit gekommen zu sein. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber Julian soll jeden Tag wie er kommt genießen und am Leben teilnehmen können“, sagt Yvonne Zubrod und bittet nun auch die EXTRA TIPP-Leser um ihre Hilfe.

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