Karnevalgesellschaft Narhalla

Spendenaufruf: Narren-Bunker muss renoviert werden

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Von außen lässt der Bröckelbunker nur schwer erahnen, dass im Inneren der Schalk regiert.

Frankfurt – Seit fast 30 Jahren hat die Frankfurter Karnevalgesellschaft Narrhalla ihren Sitz in einem alten Luftschutzbunker. Für dringende Renovierungen fehlt den Karnevalisten nun aber das Geld. Die verzweifelten Mitglieder hoffen auf die Hilfe der EXTRA TIPP-Leser. Von Sandra Klauß 

Im Vereinsheim der Frankfurter Karnevalgesellschaft (FKG) Narrhalla kann es schon mal laut werden. Wenn die Tanzgarden ihre neusten Choreografien einstudieren, wummern oft die Bässe aus den Boxen und es stampfen die Füße im Takt. Doch so laut, dass der Putz von den Wänden bröckelt, ist es selten. Muss es auch nicht. Denn der Putz bröckelt im alten Luftschutzbunker auch ohne musikalische Nachhilfe. Das Vereinsheim muss renoviert werden. Dringend. Doch die Narrhalla kann die Kosten allein nicht stemmen.

Der Vorsitzende Peter Fritz weiß gar nicht so recht, was er als erstes aufzählen soll. Boden, Wände, Küche, Sanitäranlagen – fast das gesamte Vereinsheim hat eine Generalüberholung nötig.

Frankfurter Narren brauchen Spenden: Narhalla-Bunker bröckelt

Frankfurter Karnevalsverein hofft auf Spenden für doe Renovierung ihres Narhalla-Bunkers.

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Ende der 80er sind die Narren aus einem alten Bunker in Bornheim in den im Riederwald gezogen. Im Zweiten Weltkrieg bot er vielen Frankfurtern Schutz während der amerikanischen und britischen Bombenangriffe. Ab 1945 stand das Gebäude leer – bis die Karnevalisten kamen und sich häuslich einrichteten. „Seitdem haben wir viel Herzblut in die Einrichtung gesteckt“, erzählt Fritz. Auch heute noch seien alle 120 Mitglieder mit viel Tatkraft dabei, wenn es um die Verschönerung und Renovierung des Vereinsheims gehe. Doch auch ihre Mittel sind irgendwann erschöpft und der Verein ist – wie viele andere auch – knapp bei Kasse. Das bisschen Geld, was da ist, wird oft lieber in die ausgeprägte Jugendarbeit investiert, als in eine neue Küchenzeile. Mini-, Jugend- und Damengarden bietet die Narrhalla auf, ebenso ein Männerballett und einen Musikzug. Zudem stellt der einzige Karnevalsverein im Riederwald eine eigene Sitzung auf die Beine, sorgt auf Festen im Stadtteil für Stimmung und lädt auch selbst immer wieder gern zu Hoffesten und anderen Aktivitäten ein.

Lange Zeit haben sich die Karnevalisten nicht entmutigen lassen. Vieles nehmen sie mit Humor. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem selbst dem härtesten Narren das Lachen vergeht. Etwa wenn sich die Schubladen in der Küche in ihre Einzelteile auflösen oder der Heizkörper im Probenraum endgültig den Geist aufgibt.

Video: So sieht es im Inneren des Bunkers aus

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Auch dem Linoleum sind die unzähligen Tanzstunden anzusehen. Die grünen und gelben Toiletten lassen nicht nur farblich darauf schließen, aus welchem Jahrzehnt sie noch stammen. Zudem sind viele Fließen locker oder beschädigt, von den Löchern in den Wänden ganz zu schweigen.

Um auch in Zukunft Freude verbreiten zu können, ist die Narrhalla auf Spenden angewiesen. Dabei geht es den Karnevalisten gar nicht ums Geld. Ihnen würden bereits Materialien weiterhelfen. Um alles weitere könnten sich die Mitglieder selbst kümmern. 50 Quadratmeter Boden- und 60 Quadratmeter Wandfließen stehen auf ihrer Wunschliste, 505 Quadratmeter Laminat, vier Toilettenschüsseln, 3 Pissoirs, zwei Waschbecken und Wasserhähne, vier Toilettenkabinen mit Türen sowie eine Einbauküche – gern auch gebraucht – mit Ober- und Unterschränken. Auch über eine Spühle, einen Herd und eine Dunstabzugshaube würden sich die Narren freuen – egal ob gebraucht oder nicht. Wer der Narrhalla weiter helfen kann, meldet sich bitte bei Peter Fritz unter S (0174) 7555613 oder per E-Mail an vorstand@fkg-narrhalla.de. Fotos und ein Video aus dem Bröckelbunker gibt’s unter www.extratipp.com.

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