Bald gibt’s warme Babydecken

Tausend Wollknäule für Eritrea

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Dieter und Karin Gasch (von links) übergeben Heinz Schiedhering die riesige Wollladung.

Region Rhein-Main – Schon 1443 Wolldecken haben die Frauen des Handarbeitskreises „Hilfe für Eritrea“ gehäkelt. Damit es die Neugeborenen in den Krankenhäusern der Kapuzinerschwestern in Enghela und Feledareb warm haben. Nun gab’s Nachschub in Form einer riesigen Wollspende. Von Christian Reinartz

Tausend Wollknäule – eine so große Spende haben die Frauen des Handarbeitskreises noch nie bekommen. Spenderin ist die Offenbacherin Karin Gasch. Sie betreibt seit 30 Jahren das Handarbeitsgeschäft „Das Wollfädchen“ an der Domstraße in Offenbach. Doch nun ist Schluss. Die 72-Jährige schließt ihren Laden, um mit ihrem Mann mehr zu reisen. „Es bricht mir zwar das Herz, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein“, sagt Gasch. Die übrigen Waren verkauft sie noch bis zum 12. September.

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Doch jetzt gab’s schonmal eine Riesenspende für Eritrea. „Ich finde das eine so wichtige Aktion“, sagt Gasch, die selbst seit vielen Jahren eine Patenfamilie dort hat. „Und mit meiner Wolle kann ich echt helfen.“ Die 15 Frauen des Handarbeitskreises sind außer sich vor Freude über die vielen bunten Wollknäule. „Damit können wir nochmal 60 Decken häkeln“, sagt Melita Ammich. Sie ist die Leiterin des Handarbeitskreises mit Sitz in Mühlheim-Lämmerspiel. Aber auch Frauen aus Mühlheim und Klein-Welzheim häkeln eifrig mit. Der Arbeitseinsatz der fleißigen Häklerinnen ist enorm. Etwa 100 Stunden braucht eine Frau pro Decke. Dazu gibt’s auch immer eine ganze Ladung Babymützen. Heinz Schiedhering, der die Eritrea-Hilfe aus Heusenstamm organisiert , holte die Wollladung gleich persönlich ab und bedankte sich. „Unser Ziel ist es ja, dass jedes Neugeborene im Krankenhaus dort eine solche Wolldecke bekommt.“ Da die Geburtenrate aber so hoch sei, könne man bisher nicht alle versorgen. „Aber vielleicht finden sich ja noch ein paar fleißige Häklerinnen“, sagt Schiedhering augenzwinkernd.

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