Verbraucherzentrale warnt: Angebote der Sparkasse vorher genau prüfen

Späte Entschädigung für Lehman-Opfer

Frankfurt – Die Frankfurter Sparkasse bietet seit Donnerstag ihren Kunden, die bei ihr Zertifikate von Lehman Brothers gekauft haben, den Rückkauf dieser Papiere zu 50 Prozent des Nominalwertes an. Geschädigte Sparkassen-Kunden müssen sich aber bis zum 22. Dezember entscheiden.

Die Verbraucherzentrale Hessen begrüßt es, dass hier endlich ein Angebot auf dem Tisch liegt, bemängelt aber den erheblichen Zeitdruck durch die enge Fristsetzung. Für Anleger, die zum Beispiel ohne vorherige Wertpapier-Erfahrung Lehman-Zertifikate mit der Zusicherung einer sicheren Geldanlage für die Altersvorsorge gekauft haben, stehen die Chancen gut bis sehr gut, mehr als 50 Prozent Entschädigung geltend machen zu können. In diesen Fällen lohnt sich die Beratung der Verbraucherzentrale oder eines Rechtsanwaltes. „Endlich“, sagt Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, „erkennt die Frankfurter Sparkasse ihre besondere Verantwortung an. Bisher haben wir im Umgang mit betroffenen Sparkassen-Kunden wenig davon gemerkt.“

Die Verbraucherzentrale bietet für Lehman-Opfer zusätzliche Beratungstermine im Dezember an. Ab Mittwoch wird es dazu eine kostenlose Verbraucherinfo geben auf:http://www.verbraucher.de. Damit können SparkassenKunden eine erste Prüfung durchführen, ob sie höhere Entschädigungsansprüche geltend machen könnten und sich unabhängig beraten lassen sollten.

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