Einbahnstraße statt Rückwärtsgang

+
Weil der Ortsbeirat nicht tätig wurde, sammelt der stellvertretende VdK-Vorsitzende Helmut Dörnbach jetzt Unterschriften für eine Einbahnstraßenregelung in Sindlingen. Im Hintergrund ist die Neulandstraße.

Frankfurt – Der Sozialverband VdK fordert eine Einbahnstraßenregelung für die Neuland- und Edenkobener-Straße in Sindlingen. Da sich der Ortsbeirat dem Thema bislang nicht angenommen hat, sammelt der VdK jetzt Unterschriften. Von Norman Körtge

 In der Edenkobenerstraße parken rechts die Autos, links wird in beide Richtungen gefahren. Hier wäre eine Einbahnstraßenregelung sinnvoll, meint der VdK.

Immer wieder sind in letzter Zeit Sindlinger Bürger auf Helmut Dörnbach zugekommen, um den VdK-Sozialberater auf die Probleme rund um den Paul-Kirchhof-Platz aufmerksam zu machen. Denn auf der Edenkobener- und der Neulandstraße, die beide zu dem Platz führen, spielen sich immer wieder gefährliche Situationen ab. Immer dann, wenn sich in den beiden engen Straßen Autos begegnen. Da jeweils auf einer Straßenseite geparkt werden darf, bleibt nur ein Fahrstreifen übrig. „In der Neulandstraße weichen die Autofahrer dann meist auf den Bürgersteig aus. Da hat es schon einige gefährliche Situationen für Radfahrer und Fußgänger gegeben“, berichtet Dörnbach.Weitaus problematischer ist die Situation in der Edenkobenerstraße. Hier nützt das Ausweichen auf den Bürgersteig nichts. Denn selbst wenn ein Auto komplett auf dem Gehweg steht, kommt der Gegenverkehr nicht vorbei. Und da es auf über 100 Metern keine Ausweichmöglichkeit gibt, heißt es für einen der beiden Fahrer Rückwärtsgang einlegen und zurück fahren. „Da hat es aber auch schön heftigen Streit gegeben, wer denn nun rückwärts fährt“, erzählt Dörnbach. Um dies alles zu entschärfen, fordert der VdK einen Einbahnstraßenregelung. Genau so, wie es direkt daneben in der Ferdinand-Hofmann-Straße ist. Da der Ortsbeirat bislang nicht reagiert hat, sammelt der VdK nun Unterschriften bei den Anwohnern.

Ortsbeirat lädt zur Bürgerfragestunde

Ortsvorsteher Manfred Lipp kannte bislang die Problematik nicht, sagte er dem EXTRA TIPP. Aber er lobt das Engagement des VdK. „Das ist Demokratie“, meint Lipp. Auf jeden Fall wäre es ein Punkt, der bei der Bürgerfragestunde vor der nächsten Ortsbeiratssitzung am kommenden Dienstag, 17 Uhr, im Höchster Bolongaropalast, zur Sprache gebracht werden könnte.

Kommentare