Wichtige Tipps für den Wintersport

So wird das Skifahren spaßig und sicher

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Für den Pistenspaß ist die richtige Vorbereitung wichtig.

Region Rhein-Main –  Zwar lässt der Schnee in vielen Gebieten noch auf sich warten, doch die Skisaison hat schon begonnen. Um auf den zwei Brettern sicher den Berg runter zu kommen, gibt es vieles zu beachten. Der EXTRA TIPP weiß, worauf es beim beliebten Wintersport ankommt. Von Fabienne Seibel 

Der Sommer ist vorbei, die Landschaft färbt sich weiß und Wintersportler holen Ski und Snowboard wieder aus dem Keller. Für Sicherheit und Fahrspaß sind neben dem Material jedoch auch körperliche Fitness und Pistenregeln wichtig. Peter Hennekes, Geschäftsführer vom Deutschen Skilehrerverband, verrät wichtige Tipps.

Bewegung

Wer das ganze Jahr über in Bewegung ist und Sport treibt, hat es beim Einstieg in den Wintersport leichter. „Regelmäßiger Sport sorgt dafür, dass man auch beim Skifahren eine gewisse Grundausdauer hat“, sagt Hennekes. Wer sich für‘s Skifahren spezifischer vorbereiten will, empfiehlt Hennekes Inline-Skating, Stand-Up-Paddeln oder Mountainbike fahren. Der Experte: „Diese Sportarten schulen das Gleichgewicht, kräftigen die Beine und man bekommt ein Gefühl für Kurvenlage und Geschwindigkeit.“ Spezielle Skigymnastik ist Hennekes zufolge für sportliche Leute nicht notwendig.

Passende Ski

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Die Ski sollten generell beim Aufstellen nicht höher als bis zum eigenen Kinn reichen. Als Mittelbreite, also der Bereich, in dem der Fuß in der Bindung steckt, empfiehlt der Skilehrerverband für den Durchschnittsfahrer etwa neun Zentimeter. Generell sollten Ski und Bindung auf Körpergewicht und auf das eigene Können eingestellt sein. Hennekes: „Anfänger brauchen ein Modell, dass weicher ist, denn damit ist es leichter, Kurven zu fahren. Sein Rat: „Bei den Skiern gibt es eine neue Entwicklung, die sich Rocker nennt. Bei diesen Ski ist der Schaufelbereich vorne etwas aufgebogen. Damit kommt man leichter in die Kurven.“

FIS-Regeln

„Wenn die Saison endlich wieder losgeht, fällt es vielen Ski- und Snowboardfahrern schwer, ihre Freude und ihren Übermut zu zügeln“, sagt Hennekes. „Doch das kann schnell zu Verletzungen und Unfällen führen.“ Wichtig sei es ihm zufolge, sich immer wieder die sogenannten FIS-Regeln ins Gedächtnis zu rufen und diese zu befolgen. Hennekes erklärt: „Die FIS-Regeln sind allgemeine Verhaltensregeln des Internationalen Ski-Verbandes FIS für Skifahrer und Snowboarder. Sie gelten weltweit und sollen – einer Straßenverkehrsordnung vergleichbar – Unfälle und gefährliche Situationen vermeiden.“ Die Regeln beziehen sich zum Beispiel auf Geschwindigkeit, Fahrspur, Überholen, Ausweispflicht und das Beachten von Markierungen.

Sicherheit und Gesundheit

„Kaum ein Skifahrer ist heutzutage noch ohne Helm unterwegs“, sagt Hennekes. „Manche machen aber den entscheidenden Fehler, dass sie unter den Helm noch eine Mütze ziehen. Doch das erhöht das Verletzungsrisiko, denn der Zwischenraum zwischen Kopf und Helm ist dann zu groß“, warnt der Experte. Er ergänzt: „Auch Sonnenbrille plus Helm ist keine gute Kombination. Man sollte lieber eine Skibrille tragen, denn diese sorgt dafür, dass der Helm noch besser auf dem Kopf hält.“ Wer besonders hoch hinaus, und auf einem Gletscher fahren will, sollte sich langsam herantasten. Ab einer Höhe von rund 3000 Metern ist die Belastung für den Körper höher als in niedrigeren Regionen. „Nicht geübte Fahrer werden merken, dass sie schneller müde sind, weil in der Höhe weniger Sauerstoff zur Verfügung steht“, sagt Hennekes. Auch der Flüssigkeitsverlust ist in großer Höhe stärker und es sollte genug getrunken werden. Zudem ist es dem Experten zufolge ratsam, sich regelmäßig mit einem Skilehrer auszutauschen, der den eigenen Fahrstil überprüft und Verbesserungvorschläge gibt. Hennekes: „Oft ist man sich seiner Fehler nicht bewusst und kann noch dazulernen.“

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