Sie helfen den Armen und Migranten

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Jürgen und Gertrud Löns in ihrem Arbeitszimmer. Am Montag werden sie für ihr Lebenswerk geehrt.

Eppstein – Mit der Aktionsgemeinschaft fing in den 60er Jahren alles an, jetzt haben Gertrud und Jürgen Löns sogar eine eigene Stiftung. Seit Jahrzehnten kümmern se sich um die Bildung der Eppsteiner Jugend, geben vor allem Kindern aus Migrationsfamilien Nachhilfe. Am Montag werden sie dafür mit dem Bürgerpreis der Taunus Sparkasse geehrt.

Ab den 80er Jahren war Gertrud Löns bei der ehrenamtlichen Hausaufgaben-Hilfe aktiv. „Viele haben mich damals gefragt, ob ich ihnen nicht auch privat helfen könnte“, erzählt die 77-Jährige. Die Lehrerin ließ sich nicht lange bitten und half gerne. Bis heute. Mehrmals pro Woche kommen Jugendliche, um sich bei Deutsch, Englisch, Mathematik oder Französisch helfen zu lassen. Die meisten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Es gibt aber auch deutsche Kinder. Sie kommen meist aus weniger gut situierten Familien.

Gelernt wird im eigens eingerichteten Unterrichtszimmer der Familie. Gertrud und Jürgen Löns – beide sind früher Lehrer gewesen – begleiten so manchen Nachhilfeschüler auch noch, wenn der längst nicht mehr zur Schule geht. Einen jungen Mann, dem sie zunächst in der Schule geholfen hatten, unterstützten sie auch während der Ausbildung und später beim Lernen für den Meistertitel. Besonders stolz sind sie auf eine junge Frau, die ihren Weg bis zu einer der bekanntesten Universitäten gemacht hat: Oxford.

Preisgeld fließt in die Stiftung

Vor einigen Jahren hat das Ehepaar die Stiftung „Eppstein Fonds zur Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher“ ins Leben gerufen, die unter dem Dach der Eppsteiner Bürgerstiftung beheimatet ist. Damit unterstützen sie Familien mit Migrationshintergrund oder auch alleinerziehende Mütter bei schulischen oder Bildungsmaßnahmen.

Am Montag, 26. September, werden Gertrud und Jürgen Löhns für ihr Lebenswerk mit dem Bürgerpreis der Taunus Sparkasse ausgezeichnet. „Das ist uns eigentlich unangenehm“, sagt der 81-jährige Jürgen Löns. Sie möchten nicht im Mittelpunkt stehen. Über eines freuen sie sich dennoch: Das Geld, das mit der Ehrung verbunden ist. „Das wird gleich in die Stiftung fließen.jule

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