Aus der Nordweststadt

Sängerin Senna Guemmour bekommt eigene Reality-Show

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Sängerin Senna Guemmour ist in der Nordweststadt aufgewachsen.

Nordweststadt - Von wegen Brennpunkt! Die erfolgreichste Tochter der Nordweststadt, Senna Guemmour  ist ein Beweis für das musikalische Potenzial der Hochhaus-Siedlung. Jetzt bekommt sie sogar ihre eigene Reality-Show. Von Angelika Pöppel 

Die Nordweststadt ist bekannt als Brennpunkt, als Problemviertel. Viele Migranten, Arbeitslose und perspektivlose Jugendliche leben zwischen Einkaufszentrum und Hochhäusern. Doch es gibt Ausnahmen. Eine davon ist Senna Guemmour. Von der Kellnerin schaffte sie es vor acht Jahren mit der TV-Castingshow „Popstars“ auf die Bühne. Mit der Band Monrose gab sie Konzerte in ganz Europa und brach zahlreiche Verkaufsrekorde. Über ihre Herkunft hat sie nie ein Geheimnis gemacht. Im Gegenteil: „Ich bin stolz darauf in der Nordweststadt aufgewachsen zu sein. Ich habe eine wunderschöne Kindheit gehabt. Für mich war das nie ein Brennpunkt“, sagt Senna Guemmour.

Gesangsunterricht und erster Auftritt

Senna (rechts) mit ihrer Schwester Dahab auf der Fashion Week in Berlin.

In der vergangenen Woche besuchte sie gerade die Berliner Fashion Week, hat ein neues Zuhause in der Hauptstadt gefunden. Ihr Herz hängt allerdings immernoch an der Hochhaus-Siedlung. „Dort habe ich meinen ersten Kuss bekommen, die erste Zigarette geraucht und mich auch das erste Mal geprügelt“, erinnert sich die Sängerin. Neben einer Bank, in einen Baum habe sie ihren Namen geritzt – Erinnerungen, die ihr sofort in den Kopf schießen, wenn sie Zuhause ist. Genauso wie sie ihren ersten Auftritt vor Publikum hatte: „Wir hingen immer an der U-Bahn-Station ab – dort habe ich auch das erste mal gesungen. Und meine Mädels waren das Publikum.“ Professioneller wurde es, als die damals 19-Jährige Gesangsunterricht für Kinder im Jugendtreff Kantate Domino  gab. Damals machte sie auch ihre ersten Gehversuche in einer Girlband mit Freundinnen. „Wir haben als Vorgruppe von Azad und Jonesmann gesungen. Auf die Unterstützung der Leute aus der Nordweststadt war immer Verlass, auch vom Publikum“, sagt die 34-Jährige.

Dreharbeiten zu Reality-Show beginnen im März

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Als Kind der Nordweststadt war sie sicher nicht die einzige musikalische Entdeckung – auch Rapper D-Flame, Jeyz, oder Azad wurden in der Hip Hop Szene gefeiert. Doch die 34-Jährige ist bis heute die erfolgreichste. Denn auch drei Jahre nach der Auflösung der Band Monrose, ist es nicht still um die Frankfurterin geworden. Neben zahlreichen Moderationsjobs und einem Ausflug in die Reality-Show-Branche hat sie immer noch Angebote. Ihr jüngstes Projekt wird wohl auch ihr persönlichstes: Die Dreharbeiten für eine Reality-Show, die sie und ihre Schwester Dahab Guemmour  auf Reisen begleitet, beginnen bereits im März. „Meine Schwester ist gerade nach Berlin gezogen und vor ihrer Hochzeit im nächsten Jahr, wollen wir nochmal richtig was erleben“, sagt Guemmour. Und sie verspricht: „Alles ist echt!“

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