Schulen: Wie aus der Pflicht des Sanierens eine Kür wird

Rodgau/Seligenstadt - Es wird geschraubt, gemauert und gebohrt, saniert, renoviert und modernisiert. So sehen die großen Ferien für die Handwerker in den Schulen des Kreises Offenbach aus. Von Axel Grysczyk

Fast täglich sind die Bewohner darüber unterrichtet worden, wie weit die Sanierung vorangeschritten sind. Fast wie bei einem steigenden Hochwasser können die Menschen in der Region verfolgen, welchen Renovierungsgrad die einzelnen Schul-Gebäude erreicht haben.

Dabei ist das Instandhalten der Schule eine Pflichtaufgabe des Kreises - also eigentlich nichts Besonderes. "Doch", sagt Kordula Egenolf, Sprecherin des Kreises und erklärt: "Mit unseren umfangreichen Sanierungen und Modernisierungen sind wir in Deutschland führend. Das ist ein positiver Standortfaktor. Und außerdem sind die Sanierungen an den Schulen, die in Trägerschaft des Kreises sind, die höchste Investitionssumme im Haushalt."

Das rechtfertigt auch, warum in regelmäßigen Abständen ein Vertreter des Kreises bei einer Schule vorbeischaut und sich über den Stand der Sanierungen informiert. Das Foto für die örtliche Presse natürlich inklusive.

Egenolf verweist auf andere Landstriche in Deutschland. Dort müsse - wie überall - gespart werden und "dann werden Sanierungen an den Schulen zurückgestellt." Das gäbe es im Kreis Offenbach nicht. Der Grund dafür sei das PPP-Projekt. Hier müssen private Partner für einen Festbetrag dafür sorgen, die Schulen zu renovieren und in Stand zu halten. Egenolf: "Bildung ist das Thema der Zukunft. Landrat Walter hat es zu seiner dringendsten politischen Aufgabe gemacht."

Heißt für die Zukunft: Auch weiterhin die Pflicht über die Maßen erfüllen und regelmäßig nach dem Rechten schauen.

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