Per LKW angeliefert

Seligenstadt: Flüchtlingsheime hängen am Haken

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In Seligenstadt werden ganze Wohnbereiche für die neue Flüchtlingsunterkunft am Ende der Einhardstraße  angeliefert.
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Seligenstadt  - Immer mehr Flüchtlinge  kommen in den Kreis Offenbach. Derzeit müssen Kommunen und Kreis Offenbach  dafür sorgen, Unterkünfte bereit zu stellen. In Seligenstadt kommen sie per Lkw. Von Axel Grysczyk

Dienstagmorgen in der Einhardstraße  in Seligenstadt unweit des dortigen Schulkomplexes: Mehrere Sattelschlepper parken in der Straße und warten darauf, dass ein Kran ihnen ihre Ladung abnimmt. Das, was sie geladen haben, ist nicht gewöhnlich: Sie transportieren Flüchtlingsunterkünfte.

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Diese werden in den kommenden Tagen im Schnellverfahren zusammengesteckt und gebaut, um somit für 80 Flüchtlinge auf einer Freifläche, die nach dem Abriss der Matthias-Grünewald-/Don-Bosco-Schule entstanden ist, eine Unterkunft zu bieten. Die gleiche Firma hat bereits Mitte Januar nach dem gleichen System Flüchtlingsunterkunfts-Module nach Nieder-Roden geliefert. Sie sollen später ebenfalls Platz für 80 Flüchtlinge bieten. Beide Einrichtungen sind bisher die einzigen kreiseigenen Unterkünfte.

Dieses Jahr werden über 1300 Flüchtlinge erwartet

Kreis-Sprecherin Kordula Egenolf: „Im vergangenen Jahr haben wir 840 Flüchtlinge im Kreis Offenbach aufgenommen. In diesem Jahr gehen wir bei unseren Berechnungen von 1370 Flüchtlingen aus.“ Für den zuständige Sozialdezernent Carsten Müller  sind die Zahlen wenig belastbar. Das zeige sich daran, dass der Kreis bis Ende März 243 Flüchtlinge aufnehmen soll, allein im Januar aber schon über 100 Flüchtlinge zugewiesen bekommen hat.

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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