Das Rezept gegen volle Keller!

Neuer Trend Self-Storage: Kleine Wohnung, großer Lagerraum

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Evelyn Müller aus Frankfurt hat ihre Schätze in einem eigenen Lagerraum untergebracht.

Frankfurt – Nicht nur Wohnungen sind knapp – sie reichen oft nicht mehr aus. Platzmangel ist bei vielen Mietern ein bekanntes Problem. Einlagern heißt der neue Trend. Von Angelika Pöppel 

Immer mehr Einwohner, immer weniger Platz! Die Region platzt aus allen Nähten. Und so scheinbar auch die Wohnungen. Denn nicht nur die Wohnungen sind oft klein, auch der Keller reicht nicht für die Dinge, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Evelyn Müller hat eine Lösung: Self-Storage! Sie bringt ihr Hab und Gut, dass nicht mehr in der Wohnung Platz findet, in einem angemieteten Lagerraum unter. Auf knapp sechs Quadratmetern stapelt sich „alles was man eben so angesammelt hat und wovon man sich nicht trennen kann.“ Verstaut sind das Lego-Spielzeug des mittlerweile 17-jährigen Sohnes, Schallplatten, die Schnorchelausrüstung, Design-Stühle und Antiquitäten. „Diese Dinge kann man irgendwann wieder gebrauchen“, sagt Müller.

Trend kommt aus den USA

Und wie sie, denken viele Wegwerf-Unwillige. Denn allein in Frankfurt gibt es mit My Place, Main Lager und Lagerbox drei große Anbieter. Allein bei My Place kann auf insgesamt 6430 Quadratmetern gelagert werden. Die Lagerräume gibt es ab einer Größe von einem bis 50 Quadratmeter. Der Trend zum eigenen Lagerraum ist aus den USA und England nach Deutschland geschwappt. Grund für die Nachfrage: Das steigende Konsumverhalten. Wenn dann auch noch geerbt wird, ist der Keller irgendwann zu klein, die Garage zu feucht. Vieles wird nicht mehr gebraucht, ist aber zu schade für den Sperrmüll.

Konsumverhalten gestiegen

„Die meisten haben einfach zu wenig Platz“, erklärt Marc Gersin, Mitarbeiter bei My Place. Aber auch Studenten, die für einige Monate ins Ausland gehen, bringen hier ihren Haushalt zeitweise unter. Oder das Hobby: „Wir haben auch einen Kunden, der sich ein Archiv für seine, innerhalb von 40 Jahren aufgebaute, DIA-Sammlung eingerichtet hat“, verrät Gersin.

Auch einige Schätze verbergen sich hinter den schweren Türen der Lagerräume. Allerdings werden sie überwacht und sind alarmgesichert. „Das ist beruhigend“, sagt Müller. Auch deshalb wolle sie sich von ihrem Self-Storage nie trennen. Treu nach dem Motto: „Wer weiß, wann man es wieder braucht!“

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