Seinem Herzen zuliebe: Er will lieber ein Puppenhausmuseum in Hainburg

Winfried Gärtner holt das Auto aus der Garage: Bei dieser Villa darf der stilechte Benz in der Garage nicht fehlen. Mehr Fotos online.F.: dre

Hainburg – Der herzkranke Winfried Gärtner fand eine ungewöhnliche, aber heilsame Medizin: Historische Puppenhäuser basteln. Seit er diesem Hobby nachgeht, blieb er dem Krankenhaus fern. Von Jennifer Dreher

In Mainz hat er nun ein Angebot bekommen, in einem alten Gebäude in Bischofsheim sein eigenes Puppenhausmuseum zu eröffnen. Doch der Hainburger will noch nicht zusagen: „Mein Herz hängt an Hainburg. Viel lieber würde ich hier ein Museum eröffnen.“

Puppenhäuser statt einer Couch: So sieht Gärtners Wohnzimmer aus.F.: dre

Viele Firmen und Privatleute aus Hainburg unterstützen den Rentner. „Deshalb ist es mein Traum, den Leuten aus meiner Heimatstadt etwas zurückzugeben“, gesteht Gärtner. Ein Hotel, ein Pferdehof, eine Stadtvilla: Winfried Gärtner baut alles im Detail nach. In seinen Häusern brennen sogar die Lichter.

Seine Frau Erika hat er mit dem Puppenhausfieber angesteckt. „Ich sorge dafür, dass Tapeten und Stoffe zusammenpassen“, sagt die Hainburgerin. Mit Vorliebe näht sie auch Mini-Schulranzen. Die verkauft sie in kleinen Sets für acht Euro. „Der Erlös geht komplett an die Nestwärme“, berichtet der Großvater.

Der Verein aus Trier setzt sich für krebskranke Kinder ein. Sämtliches Geld, das Winfried Gärtner einnimmt, spendet er. Im November und Dezember ist er mit seinen Puppenhäusern in der Region unterwegs. Danach will er sich entscheiden, ob die Unikate nach Mainz ziehen.

In seinen Puppenhäusern brennt sogar Licht

Zu sehen sind die auf dem Martinsmarkt am Samstag, 7. November bis Sonntag, 8., in der Wilhelm Leuschner Straße 50, in Hainburg, im Capitol Offenbach von Sonntag, 29. November bis Montag, 30., in der Goethestr. 1-5, in Offenbach und in Rodgau vom Mittwoch, 2. Dezember, bis Sonntag, 6., in der Vordergasse 16.

Kommentare