An bewaffneten Kämpfen teilgenommen

Sechs mutmaßliche Terroristen in Frankfurt vor Gericht

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Frankfurt - Gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der in Afrika aktiven islamistischen Terrororganisation Al-Shabab beginnt am Freitag ein Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt.

Die Bundesanwaltschaft wirft fünf der zwischen 23 und 31 Jahre alten Männer vor, sie seien ab 2013 in Somalia für Al-Shabab aktiv gewesen und hätten an bewaffneten Kämpfen teilgenommen. Die Männer sollen aus Frankfurt über Kenia in das ostafrikanische Land gekommen sein. Drei Angeklagte wurden im September 2014 bei ihrer Einreise auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen, zwei weitere kamen bereits in Kenia in Haft und wurden von dort aus nach Deutschland abgeschoben.

Auch der sechste Angeklagte soll von Frankfurt über Kenia nach Somalia gereist sein, dort aber das Misstrauen der Al-Shabab-Organisation erregt haben. Als mutmaßlicher Spion wurde er festgenommen und inhaftiert, später nach Kenia abgeschoben. Er wurde ebenfalls nach Deutschland ausgewiesen. Während die Anklage bei den fünf Angeklagten von einer Mitgliedschaft in einer verbotenen ausländischen Organisation und der Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten ausgeht, wird dem sechsten Mann lediglich eine versuchte Beteiligung zur Last gelegt. Der Staatsschutzsenat hat 13 Verhandlungstermine festgelegt. Zunächst ist das Prozessende für den 31. August vorgesehen.

dpa

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