Schwarzfahrer härter bestrafen

Region Rheinmain - Wer einmal die Fahrkarte vergisst und von Kontrolleuren erwischt wird, muss 40 Euro zahlen. Zu wenig, wenn es nach dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) geht. Diese Summe schrecke Schwarzfahrer nicht mehr ab. In Zukunft sollten 60 Euro fällig werden.

Bei den Offenbacher Verkehrs-Betrieben (OVB) kommt der Vorschlag gut an.

"Es wäre nicht verkehrt, wenn das Bußgeld angehoben wird", bestätigt OVB-Sprecherin Christine Wüst-Rocktäschel: "Wenn es beim VDV zur Sprache kommt, werden wir den Vorschlag unterstützen." Die OVB ist Mitglied im VDV - dem Dachverband des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Bahn hat sich noch nicht mit einer Erhöhung des Bußgeldes auseinander gesetzt, aber, so Bahn-Sprecher Hartmut Lange, man würde dem Vorstoß nicht im Weg stehen.

Ohnehin gehen die Verkehrsbetriebe härter gegen Zahlungssäumige vor. Die OVB schaltet nach sieben Tagen Nichtzahlung ein Inkassobüro ein. Die fordern eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr. "Die Höhe hängt vom Inkassounternehmen ab", sagt Wüst-Rocktäschel.

Seit 2007 gelten diese Vorschriften. Vorher erreichten den Schwarzfahrer nur zwei Mahnungen. Wenn er die ignorierte, gab es keine weiteren Konsequenzen. Diese und weitere Maßnahmen zeigen Wirkung: Im Jahr 2006 hatten 5,04 Prozent der Kontrollierten keinen gültigen Fahrschein dabei, 2008 waren es nur noch 2,18 Prozent.

Diese Härte gilt nicht bei der Bahn: "Bei uns gibt es nach vier Wochen eine Mahnung, dann muss der Schwarzfahrer 45 Euro zahlen. Erst nach sechs Wochen geht der Fall dann an ein Inkassobüro", sagt Hartmut Lange.dre

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