Viele Schüler scheitern an der deutschen Sprache

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Die Tabelle zeigt, wie viele Schüler im Schuljahr 2010/2011 mit einem Abschluss die Schule verließen und wie viele davon keinen Abschluss schafften.

Region Rhein-Main – Die Zahl der Schulabbrecher nimmt ab – jedoch nur leicht. Im Schuljahr 2010/2011 verließen immer noch 53.058 Jungen und Mädchen ohne Abschluss die Schule. In Hessen waren es 1614 ohne einen Abschluss. Fast die Hälfte davon hat einen Migrationshintergrund. Von Silke Gottaut

Bernhard Mott vom Schulamt für den Landkreis Offenbach und die Stadt Offenbach kennt das Problem. Denn in der Stadt Offenbach haben im Schuljahr 2010/ 2011 von 1141 Abgängern 78 Schüler keinen Abschluss geschafft. Das sind satte 6,8 Prozent ohne Abschluss und die Stadt Offenbach schneidet damit besonders schlecht ab. Im Landkreis Offenbach waren es von 3032 Schulabgängern nur 71 Schüler und somit 2,3 Prozent. „Bei vielen waren die geringen Deutschkenntnisse das Problem, weil sie erst sehr spät nach Deutschland gekommen sind“, berichtet Mott. Dicht darauf folgt das Schulamt der Stadt Frankfurt mit 3,6 Prozent. Von 5570 Schulabgängern hatten 203 Schüler keinen Abschluss.

Im Landkreis Groß-Gerau schafften 3,3 Prozent, das sind 86 Schüler von 2626, keinen Abschluss. Im Main-Taunus-Kreis waren es 67 von 2371 Abgängern ohne Abschluss, das machten 2,8 Prozent aus. Damit die Lage sich dort weiter verbessert, startete 2002 das Pilotprojekt „Schule gemeinsam verbessern“ mit dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Groß-Gerau und Main-Taunus-Kreis, der Stadt Rüsselsheim und dem Land Hessen. Ziele des Projekts sind die Steigerung der Qualität schulischer Leistungen und die Stärkung der Eigenverantwortung der Schulen.

Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten läuft super, so dass wir das Projekt weiterführen“, sagt Schulamtsleiter Wolfgang Kreher vom Schulamt Landkreis Groß-Gerau und Main-Taunus-Kreis. „Unser Ziel ist es, dass jedes Kind einen best möglichsten Abschluss schafft.“ An zweitbester Stelle schnitt der Hochtaunuskreis ab: Nur 37 Schüler von 2205 erreichten dort keinen Abschluss. Das sind 1,7 Prozent. An der Spitze steht der Wetteraukreis mit 43 Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss. Mit 1,4 Prozent Schulabgängern ohne Abschluss hat diese Region den niedrigsten Wert.

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