Hinrichtung in Nieder-Eschbach

600 Angehörige nehmen bei Rocker-Beerdigung Abschied

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Die Hälfte der Trauerenden waren Rocker der MC Gremium Fulda.

Frankfurt - Zur Beerdigung des in der Frankfurter Hochhaussiedlung in Nieder-Eschbach erschossenen Rockers, sind am Mittwoch rund 600 Menschen auf den Hauptfriedhof gekommen.

Etwa die Hälfte von ihnen waren Rocker der MC Gremium aus ganz Deutschland, wie die Polizei berichtete. Sie trugen die in der Szene üblichen Kutten. Außerdem nahmen an der Trauerfeier rund 200 bis 300 Freude und Bekannte des Mannes teil. Der 29-Jährige war Mitglied der MC Gremium Fulda . Nach der Trauerfeier wurde der Sarg beigesetzt. Zu Zwischenfällen kam es nach Polizeiangaben nicht.

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Ein 29 Jahre alter Deutsch-Äthiopier war bei der Schießerei in einem Park in einer Hochhaussiedlung ums Leben gekommen. Er erlag auf einem Fußweg seinen schweren Verletzungen. Ein anderer 29-Jähriger und ein 33-Jähriger - beide Deutsche - wurden von den Schüssen schwer verletzt. Beide Männer waren am Donnerstag außer Lebensgefahr. Ein Anrufer hatte dem Notruf mehrere Schüsse in dem Park gemeldet. Wie oft geschossen wurde, war zunächst noch unklar.

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Der Täter, der in einer benachbarten Hochhaussiedlung wohnt, war mit dem Fahrrad geflüchtet und wurde mehrere Stunden gesucht. Dabei setzte die Polizei einen Hubschrauber ein. Um den abgesperrten Tatort hatten sich schnell Hunderte Schaulustige versammelt, was die Suche nach Zeugen erschwerte.

Die Schüsse waren am Mittwochnachmittag um 16.45 Uhr zwischen einem Spielplatz und einem See in einem Park gefallen. Die Siedlung am Ben-Gurion-Ring gehört zu den Stadtteilen Bonames und Nieder-Eschbach, gilt vielen als Inbegriff sozialer Schieflage und wird oft "Golanhöhe" genannt.

dpa

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