Dreijährige aus Maintal leidet an seltenem Syndrom

Schritt für Schritt in ein besseres Leben

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Lea mit Mama Stefanie und Papa Holger auf dem Sofa.

Maintal – Viele Eltern sparen Geld für ihre Kinder, damit später das Studium finanziert werden kann. Auch Stefanie und Holger Quäl investieren in die Zukunft ihrer Tochter Lea. Sie wollen, dass die Dreijährige einmal halbwegs normal laufen kann. Dafür sind teure Operationen notwendig, die keine Krankenkasse zahlt. Jetzt bittet die Familie aus Maintal um Spenden. Von Norman Körtge

In Leas Zimmer sieht es wüst aus. Überall liegen Puppen herum, zwei Spielzeug-Staubsauger stehen in der Mitte und auf der Theke des Kaufmanns-Laden herrscht Chaos. Kein Wunder. Den ganzen Nachmittag hat die Dreijährige mit Freundin Klara gespielt.

Am liebsten möchte sie alles gleichzeitig spielen. Wie viele Dreijährige“, erzählt Mutter Stefanie Quäl. Dass Lea allerdings keine normale Dreijährige ist wird deutlich, wenn sie läuft. Es wirkt mechanisch, wie ein Roboter. Zieht sie ihre Hose aus, kommen die Orthesen am rechten Unterschenkel und am linken Oberschenkel zu Vorschein. Sie ermöglichen, dass sie trotz unterentwickelter Hüfte und Fehlbildungen überhaupt laufen kann.

Lea leidet unter dem angeborenen Femurhypoplasie-Geschichtsdysmorphie-Syndrom, das weltweit nur 100 Menschen haben. Neben dem Defekt an Hüfte und Beinen kommt ein leichter Herzfehler, ein unterentwickelter Unterkiefer, eine Gaumenspalte und eine Wirbelsäulendeformation hinzu. Es fehlt die zwölfte Rippe. Trotz all dieser körperlichen Behinderungen – Leas Lebenserwartung ist die gleiche wie bei gesunden Kinder. Auch deshalb setzen die Quäls alles daran, um ihrem Kind eine gute Zukunft zu geben.

Die dreijährige Lea Quäl aus Maintal leidet unter einer angeborenen starken körperlichen Behinderung. Ein besseres Leben verspricht ein spezielles Operationsverfahren, das nur von einem amerikanischen Spezialisten durchgeführt wird. Alleine 25.000 Euro kostet die erste Operation. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. Deshalb bitten Leas Eltern um Spenden.

Hoffnung gibt die Operationstechnik eines amerikanischen Spezialisten, der mit der Klinik für Kinderorthopädie im bayerischen Vogtareuth zusammenarbeitet. Ziel ist es, Hüfte und Oberschenkelknochen neu zu formen. Mindestens 25.000 Euro wird die erste Operation kosten, die im Januar stattfinden könnte. Deutsche Krankenkassen haben diese Operation nicht in ihrem Leistungskatalog.

Wir wussten das schon kurz nach ihrer Geburt. Deshalb ärgern wir uns auch nicht darüber“, sagt Mutter Stefanie. Vielmehr zählt sie die Leistungen auf, die die Kasse bislang übernommen hat: Therapien, Orthesen, Schuhe. Alles zusammen mehrere zehntausend Euro. Allerdings musste sie oft Widerspruch gegen abgelehnte Maßnahmen einlegen. Derzeit steht ein spezieller Autositz zur Diskussion.

Statt Frust zu schieben setzen die Quäls auf ihre Mitmenschen und bitten um Spenden. Als Partner hat die Familie den Verein Lebensbrücke an seiner Seite. „Ich wollte nicht, dass die Spenden auf unser privates Konto eingehen, sondern bei einer seriösen Organisation, die das Geld auch vollständig weitergibt“, berichtet die Mutter. Außerdem könne der Verein auch Spendenquittungen ausstellen. Rund 10.000 Euro sind bereits da.

Mehr Infos zu Lea, dem Syndrom und dem Spendenprojekt im Internet unter leashomepage.de

Am Geld wird die Familie die Operation nicht scheitern lassen. „Dann nehmen wir einen Kredit auf“, sagt Stefanie Quäl. Ihre Kraft schöpfen die Eltern auch aus Leas Entwicklung. Sie besucht die Integrative Kindertagesstätte in Maintal. „Sie hat dort gelernt, sich durchzusetzen. Sie weiß, was sie will“, sagt Stefanie Quäl. 

Das ist Leas Spendenkonto:

Deutsche Lebensbrücke e.V.

Dresdner Bank München

Konto-Nr. 3456 90 000

BLZ: 700 800 00

Stichwort: Lea helfen

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