Schnitzeljagd 2.0 durch Frankfurt

+
Steffen Schilke scannt Europas größten QR-Code am Explora-Museum.

Frankfurt – Sie sollen den Alltag erleichtern und sehen wie ein Ameisenhaufen aus: Quick Response Codes (kurz: QR-Codes) sind in Deutschland wenig verbreitet. Ändern will das Steffen Schilke, der in Frankfurt eine mobile Schnitzeljagd mit den Zeichen entworfen hat. Von Andreas Einbock

Jeder hat sie schon einmal gesehen. Meist jedoch unbewusst. Auf Bahntickets, Paketsendungen oder in einigen Frankfurter U-Bahnen. QR-Codes enthalten digitale Informationen wie Texte, Geodaten oder Internetlinks. Steffen Schilke will Frankfurt zum Vorreiter der kleinen schwarz-weißen Quadrate machen. „Sie sind flexibler einsetzbar und beim scannen fehlerunabhängiger als die Streifen-Barcodes auf Verpackungen“, sagt der Frankfurter EDV-Fachmann. In Japan seien sogar Grabsteine damit versehen, die auf die letzten Fotos oder Videos des Verstorbenen verweisen.

Zwölf Codes gilt es zu finden

Ein QR-Code zum Ausprobieren.

Um mehr Menschen vom Nutzen der aus Japan stammenden Technologie zu begeistern, hat der Frankfurter eine deutschlandweit einmalige digitale Schnitzeljagd entwickelt und mit Technik-Museum Explora, derStadt Frankfurt und dem RMV organisiert. „Insgesamt haben wir auf der etwa acht Kilometer langen Strecke zwölf DIN A4-große Codes verteilt. Startpunkt ist der Hauptbahnhof“, erklärt Schilke. Das letzte und größte digitale Puzzleteil hängt am Exlora-Museum am Glauburgplatz. Mit 25 Quadratmetern ist es Europas größter QR-Code. Beginnen könne man aber auch mittendrin.

Explora-Museum arbeitet am Weltrekord

Eins der zwölf Puzzleteile hängt an einem Baum.

Voraussetzung ist ein internetfähiges Handy mit Kamera und eine kostenlos verfügbare Scanner-Applikation (www.i-nigma.com). Ist dies eingerichtet kann die Jagd nach den Codes, die auf Internetseiten und zu Quizfragen führen, beginnen. Doch wer mitmachen will, muss sich beeilen. Nur noch bis zum 5. November hängen die Codes. Doch es soll keine einmalige Aktion bleiben. „Noch hängt der größte Code der Welt am Times Square in New York“, sagt Gerhard Stief, Museumsdirektor vom Explora und ergänzt: „Aber wir arbeiten derzeit am weltgrößten QR-Code.“ Der soll dann eine Fläche von 400 Quadratmetern haben.
Auch beim Guiness Record Buch sei das Vorhaben bereits angemeldet. Wann und wo es enthüllt wird, steht noch nicht fest. „Eventuell verbinden wir das dann mit der zweiten Frankfurter Mobiltelefon-Schnitzeljagd“, sagt Schilke.

Kommentare