Schlagersängerin singt bei Karnevalssitzung

Ohrwürmer mit Ina Colada in Offenbach

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Ina Colada hat vor wenigen Tagen den Ballermann Award 2013 als beste Durchstarterin bekommen.

Offenbach - Schlagersängerin Ina Colada hat den Ballermann Award 2013 als beste Durchstarterin bekommen. Wie die 27-Jährige den Sommer im November an den Main bringt und was sie über ihren Ziehvater Jürgen Drews sagt, verrät sie im Interview. Von Norman Körtge

Ihre Charthits heißen „Alle Kinder lernen lesen…Indianer und Chinesen“, „Dos cervezas por favor“, „Sieben Tränen muss ein Mädchen weinen“. Was ist für sie persönlich ein Hit?

Zum Beispiel „Das rote Pferd“ von Markus Becker oder „Schatzi schenk mir ein Foto“ von Mickie Krause. Es muss ein Ohrwurm sein. Ein Lied, das man einmal hört und dann einem erst mal nicht mehr aus dem Kopf geht.

Wie würden Sie ihren Job auf der Bühne beschreiben?

Ich bin eine Entertainerin, die singen kann. Gerne bezeichne ich mich auch als Partykünstlerin.

Mit Erfolg. Sie haben vor wenigen Tagen den Ballermann Award, den Oscar der Partyszene, als beste Durchstarterin 2013 verliehen bekommen. Was bedeutet der Preis Ihnen?

Zur Info:

Ina Colada kommt aus Bottrop und heißt mit bürgerlichem Namen Inga Riegel. Seit drei Jahren tourt die gelernte Zahnarztassistentin als Schlagersängerin zu den Sommerparty-Hochburgen nach Mallorca oder an den Goldstrand in Bulgarien sowie zum Après-Ski nach Ischgl. Die 27-Jährige ist der Stargast bei der Offenbacher Faschingsauftaktveranstaltung „Elf unner einer Kappe“ am Freitag, 15. November, ab 19.11 Uhr im Bürgerhaus Rumpenheim. Mit dabei ist unter anderem auch Peter Rosa und Gerdas kleine Weltbühne. Tickets für die Karnevalssitzung gibt es noch bei Andy Bohn unter (069) 86781261 oder Rico Longerich unter (069) 833252.

Der Preis ist in erster Linie eine Anerkennung für meine Arbeit, die ich geleistet habe. Das freut mich natürlich sehr, zeigt es doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Und wie schaut es mit den Fans aus

Das werden immer mehr und die sind alle super lieb. Ich kenne sogar zwei Fans, die haben sich bereits meinen Namen tätowieren lassen.

Viele fliegen einmal im Jahr zum Urlaub machen nach Mallorca. Sie sind in diesem Jahr dutzende Male auf der Insel gewesen. Wie lebt es sich damit, da zu arbeiten, wo andere Urlaub machen?

Es ist halt mein Job. Für mich ist es wie eine Sportart. Ich muss viel und fleißig trainieren und dann geht’s zum Wettkampf, in meinem Fall in die Großraum-Disko Megapark. Ich komme auf Mallorca an, fahre ins Hotel zum Umziehen, dann geht’s zum Auftritt und danach zurück ins Hotel. Und am nächsten Morgen geht’s schon wieder zurück. Vom Strand sehe ich nicht viel.

Dafür Tausende von feierwütigen Menschen vor der Bühne. Haben Sie selbst mal dort gestanden?

Nein, nicht wirklich. Ich war 2007 das erste Mal auf Mallorca. Da war ich 19. Ich habe zwar schon immer Schlager geliebt, aber mich nicht in die Menge gestellt.

Im Megapark tritt auch regelmäßig Schlagerstar Jürgen Drews auf. Ist er für Sie ein Vorbild?

Er ist so was wie ein Doktor-Vater für mich. Habe am Anfang mit ihm zusammen auf der Bühne gestanden. Er gibt Tipps und wenn er sagt, dass etwas so oder so gemacht werden soll, dann muss es auch so gemacht werden. Da duldet er kein Wiederwort.

Jürgen Drews ist 68. Wollen Sie auch so lange im Geschäft bleiben?

Es ist ein sehr schnelllebiges Geschäft. Sänger, die sich über viele Jahre auf der Bühne halten können, gibt es immer weniger. Zehn Jahre möchte ich aber schon voll machen. Natürlich darf es auch länger gehen.

Einer ihrer nächsten Auftritte wird in Offenbach beim Karnevalsauftakt „Elf unner einer Kappe“ sein. Auf was darf sich das Publikum freuen?

Für die, die mich kennen, wecke ich hoffentlich ein paar Urlaubserinnerungen. Aber auch bei allen anderen möchte ich von der Bühne aus die gute Stimmung verbreiten, damit der kühle und nasse November in Vergessenheit gerät.

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