Mit weißer Farbe

Sauerei: Graffiti von Flüchtlingskind Aylan beschmiert

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Das Graffiti zeigt den ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan.

Frankfurt - Was als eindringlicher Protest gedacht war, bekommt weiter Gegenwind: Unbekannte haben das neue Graffiti am Frankfurter Osthafen verschandelt. Auf dem Bild des toten Flüchtlingsjungen Aylan ist weiße Farbe verschmiert worden. 

Mit der knapp 120 Quadratmeter großen Arbeit wollen die beiden Künstler Oguz Sen und Justus Becker nach eigenen Angaben eigentlich gegen die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik protestieren. Das gut sichtbare Bild am Main in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Zentralbank sorgt seit seiner Fertigstellung in der vergangenen Woche für Gesprächsstoff. Wann das Kunstwerk beschädigt wurde, war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. „Es liegt uns bislang noch keine entsprechende Anzeige vor“, sagte ein Sprecher heute.

Der Fall des dreijährigen Aylan hatte vergangenes Jahr weltweit für Entsetzen gesorgt. Der Junge war Anfang September tot an den Strand im Urlaubsort Bodrum angespült worden. Seine Familie hatte versucht, mit ihm von der Türkei aus in die EU zu fliehen. Im September wurde er neben seinem Bruder und seiner Mutter in seiner syrischen Heimatstadt Kobane beerdigt. Auch der chinesische Künstler Ai Weiwei hat das Foto des ertrunkenen Kindes bereits nachgestellt. dpa/skk

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