Schießerei im Frankfurter Bahnhofsviertel

Schüsse bei Rocker-Streit: Die fünf Verletzten schweigen

+

Frankfurt - Ein Streit zwischen Mitgliedern einer Rockergruppe ist nach Vermutung der Frankfurter Polizei Hintergrund für eine Schießerei mit fünf Verletzten.

Lesen Sie auch:

Rocker-Hinrichtung in Frankfurter Park

Rocker-Beerdigung nach Schießerei in Nieder-Eschbach

Bei der Auseinandersetzung am Rand des Bahnhofsviertels seien in der Nacht zum Donnerstag vier 31 bis 43 Jahre alte Männer von Schüssen in den Oberkörper, ein Bein und eine Schulter getroffen worden, teilte die Polizei mit. Ein 46-Jähriger wurde durch einen Schlag am Oberarm verletzt. Drei der vier durch Schüsse verletzten Männer hätten sich selbst in Krankenhäuser begeben. Festnahmen gab es nicht.

Ein Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf einen Rocker in einer Hochhaussiedlung Anfang April besteht nach erster Einschätzung der Polizei nicht. Alle Beteiligte der nächtlichen Auseinandersetzung gehörten einer Gruppe an.

Laut Medienberichten waren es Mitglieder der Hells Angels . Die Behörden wollten nicht sagen, um welche Gruppe es sich handelt.

Der Vorfall spielte sich nach ersten Erkenntnissen wie folgt ab: Kurz vor Mitternacht fahren mehrere Autos vor dem Hochhaus Taunustor 2 vor, Männer steigen aus - wie viele, ist auch am Vormittag unbekannt. "Es muss ein ganzer Pulk gewesen sein", sagte eine Polizeisprecherin. Die Männer geraten in Streit, es kommt zum Gerangel, schließlich fallen Schüsse, vier Männer werden getroffen. Die Männer steigen wieder ein, auch die Verletzten, und verlassen die Szene.

Ob aus einer oder mehreren Waffen geschossen wurde, ist unklar. Die Verletzten schweigen, ihre Fahrzeuge wurden sichergestellt. Passanten wurden aufgerufen, sich zu melden. "Wir sind auf unabhängige Zeugen angewiesen", sagte die Sprecherin. Am Morgen begann die Spurensicherung mit der Arbeit am Tatort.

dpa

Kommentare