Sie sollen 250.000 Stunden pro Jahr unterwegs sein

RMV will mehr Kontrolleure in S-Bahnen schicken

+

Hofheim - Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will künftig etwa 40 Prozent mehr Fahrkartenkontrolleure in die S-Bahnen schicken, um gegen Schwarzfahrer vorzugehen.

Das teilte RMV-Sprecher Sven Hirschler auf Anfrage mit. Demnach sollen ab 2015 mehr als 300 statt der bisher 225 Fahrkartenkontrolleure in S-Bahnen unterwegs sein. 2012 waren die Kontrolleure 165.000 Stunden unterwegs, bis 2016 sollen es 250 000 Stunden pro Jahr sein. Das entspricht einer Zunahme von knapp 52 Prozent.

Ziel sei, die Schwarzfahrerquote um einen Prozentpunkt zu senken und somit Einnahmeverluste von rund sieben Millionen Euro pro Jahr zu vermeiden. Aktuell geht der RMV von drei Prozent Schwarzfahrern aus. Sie macht der Verkehrsverbund verantwortlich für Einnahmeverluste von 20 bis 25 Millionen Euro pro Jahr.

Einen direkten Zusammenhang zwischen stärkeren Kontrollen und Facebook-Gruppen, über die sich Schwarzfahrer gegenseitig vor Kontrollen warnen, sieht Hirschler nicht. Der RMV könne nur den Kontrolldruck erhöhen und an die Vernunft der Fahrgäste appellieren. Schließlich trage der ehrliche Bahnfahrer die Kosten des Schwarzfahrers mit, sagte Hirschler.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare