Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet durchsucht

Razzia bei NS-Verbrechern

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Frankfurt/Wiesbaden -  Am heutigen Donnerstag wurden die Wohnungen von zwei mutmaßlichen ehemaligen SS-Wachmännern im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Die Landeskriminalämter fahnden noch nach 30 ehemaligen KZ-Schergen.

Nazi-Jäger kämpfen immer mehr gegen den Lauf der Zeit. Die Wohnräume mehrerer mutmaßlicher ehemaliger SS-Wachmänner des Vernichtungslagers Auschwitz sind in Deutschland durchsucht worden. Darunter waren in Hessen die Wohnungen von zwei Männern im Alter von 89 und 92 im Rhein-Main-Gebiet, wie das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt  am Donnerstag mitteilten.

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„Die Beschuldigten stehen in Verdacht, in der Zeit ihres dortigen Einsatzes an der Tötung nach Auschwitz deportierter oder dort inhaftierter Menschen beteiligt gewesen zu sein“, heißt es in der Mitteilung zu den Durchsuchungen am Mittwoch. Die beschuldigten Männer aus Hessen sollen in den Jahren 1942, 1943 und 1944 zu der Wachmannschaft des Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau  gehört haben, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu.

Im größten der nationalsozialistischen Todeslager wurden mindestens 1,1 Millionen meist jüdische Häftlinge ermordet. Soldaten der Roten Armee  hatten das Lager am 27. Januar 1945 befreit.

dpa

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