Reservistenheim Heusenstamm

Bald rollt das Abriss-Kommando

+
Noch ist viel zu tun: Das ehemaligen Reservisten-Vereinsheim am Mittwoch Abend.

Heusenstamm/Frankfurt – Ab morgen rollen beim ehemaligen Vereinsheim der Reservisten die Abriss-Bagger. Alles, was bis zum kommenden Montag nicht abgebaut ist, wird platt gemacht. Von Christian Reinartz

Die neuen Eigentümer, die den Kasten im Akkord abbauen, sind bis zur letzten Minuten unter Zeitdruck. Es sieht wild aus auf dem Grundstück auf dem ehemaligen Vebeg-Gelände am Ortsrand von Heusenstamm. Große, mit Dachpappe beschlagene Platten liegen durcheinander neben dem mittlerweile bis auf die Grundmauern entkernten Gebäude. Das wird von den Trucker- und Countryfreunden aus Frankfurt abgebaut und soll später als neues Vereinsheim in Frankfurt wieder aufgebaut werden. Die Reservisten hatten ihr Gebäude vor einigen Wochen im EXTRA TIPP verschenkt, weil sie das Grundstück räumen mussten. Die Country- und Truckerfreunde hatten den Zuschlag bekommen.

Neuer Besitzer drohte

Seitdem sind die Männer um Chef-Abbauer Sascha Goediger quasi rund um die Uhr beschäftigt, das ehemalige Bundeswehrgebäude in seine Einzelteile zu zerlegen. Jochen Schneider, Chef der Reservisten, erklärt: „Eigentlich sollte das Vereinsheim schon längst abgebaut sein, aber da gab es einige Verzögerungen, weil auch

Mehr über die Reservisten:

Zwangsabriss droht

Alle wollen das Vereinsheim

Vereinsheim zu verschenken

nicht genug Helfer da waren.“
Deswegen habe sich das in die Länge gezogen. „Aber irgendwann hat der neue Besitzer nicht mehr mitgespielt und uns gedroht, die Kosten für Verzögerungen in Rechnung zu stellen“, sagt Schneider.„Wir mussten also handeln". Nach einem Gespräch mit dem Bauleiter vor Ort war schnell eine Lösung gefunden. Die Truckerfreunde bekommen eine Galgenfrist bis Montag. Was danach nicht weg ist, wird abgerissen. Jochen Schneider:„Für uns entstehen so keine Kosten und die Jungs hatten nach der Abmachung genug Zeit, um den Rest abzubauen.“

Abbau geht nur langsam voran

Doch der Abbau läuft nach wie vor schleppend. „Wir haben zwar mittlerweile alles entkernt und auch das Dach abmontiert“, sagt Sascha Goediger. „Aber da ist noch ein ganzer Batzen zu bewältigen. Keine Ahnung, ob wir das schaffen.“ Eine besondere Herausforderung stellen die bis zu 400 Kilogramm schweren Stahlträger dar, aus denen das Haus konstruiert war. „Die müssen wir ja noch mit einem Autokran runterheben". Goediger und seine Leute wollen deshalb bis zur letzten Minute durcharbeiten. „Vielleicht schaffen wir es ja.“

Kommentare