Der Rekordmeister bittet zu Tisch

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Helmut Henrici (von links), Alto Schuster und Torsten Kleipa mit dem Deutschen Städtepokal. Die Steinbacher Skatspieler richten das große Turnier in diesem Jahr aus.

Steinbach – Schon als Kinder haben die meisten von ihnen das Skatspielen gelernt, heute zählen sie zu den besten Spielern Deutschlands: Die Mitglieder des Steinbacher Skatvereins. Jetzt richten sie den Deutschen Städtepokal aus – den sie in den vergangenen beiden Jahren selbst gewonnen haben.

Zu einem „Offenen Skatturnier für Jedermann“ lädt der Steinbacher Skatverein am Freitag, 9. November, ab 19 Uhr ins Bürgerhaus am Hessenring ein. Das Startgeld beträgt zwölf Euro.

68 Mannschaften aus ganz Deutschland haben in Vorrunden um die Qualifikation gekämpft, 20 haben es schließlich geschafft. Sie werden am Samstag, 10., und Sonntag, 11. November, um den Deutschen Städtepokal spielen.

2010 und 2011 haben die Steinbacher Spieler das große Turnier für sich entschieden. Dass sie es in diesem Jahr noch einmal schaffen könnten, glauben sie allerdings nicht: „Das ist schon sehr unwahrscheinlich“, sagt Torsten Kleipa. Erst einmal habe das ein Verein geschafft.

Dabei haben die Steinbacher Skatspieler längst bewiesen, dass sie zu den besten Spielern Deutschlands gehören: Zwischen 2009 und 2012 war der SV Deutscher Vereinsranglisten-Erster und damit besser als rund 600 andere Vereine, vier Mal sind sie schon Bundesligameister und drei Mal Deutscher Mannschaftsmeister gewesen, außerdem Champions-League-Sieger in 2010. Damit ist der Steinbacher Verein deutscher Rekordmeister.

Wer über Jahre auf so hohem Niveau spielt, braucht mehr als nur Glück. Das spiele schon eine Rolle, aber in erster Linie braucht jeder Skatspieler ein gutes Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit, sagt Kleipa. Hinzu kommt wöchentliches Training. Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder ab 19 Uhr im Bürgerhaus am Hessenring 27, um gegeneinander anzutreten. Über neue Mitspieler freuen sie sich besonders.

Wie beim Training wird auch bei Wettkämpfen gern auf psychologische Tricks zurückgegriffen. So wird oft während der Spiele gesprochen. Allerdings nicht, um Neuigkeiten auszutauschen, sondern um die Mitspieler aus der Ruhe zu bringen und am Mitzählen der Karten zu hindern. „Nur über das Spiel darf nicht gesprochen werden“, sagt Helmut Henrici.

Der 61-Jährige gehört zu den Urgesteinen des Vereins und saß bei allen wichtigen Siegen mit am Tisch. „Aber es gibt niemanden, der keine Fehler macht“, sagt Henrici. Beim Städtepokal wollen sie jedoch ihre Stärken zeigen – und hoffen auf das nötige Quäntchen Glück.

Zuschauer sind an den Wettkampftagen nicht zugelassen – damit niemand den Spielern Zeichen geben kann. Lediglich bei der Eröffnung am Samstag, 10. November, ab zwölf Uhr und zur Siegerehrung am Sonntag, 11. November, gegen 13.45 Uhr sind Besucher gern gesehen. jule

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