Heusenstamm

Reaktion auf Artikel: Alle wollen das Vereinsheim!

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Das Reservisten-Vereinsheim ist leergeräumt. Jochen Schneider kehrt noch durch. Dann ist das Haus bereit zum

Heusenstamm/Obertshausen – Selbst die standhaftesten Reservisten sind von der Wucht der Anfragen nach dem EXTRA-TIPP-Artikel „Dieses Haus gibt’s geschenkt!“ einfach überrollt worden. Von Christian Reinartz

Weit über 20 Vereine und Gruppierungen haben sich bei den Reserve-Soldaten aus Heusenstamm gemeldet. Alle wollen das alte Vereinsheim geschenkt bekommen. Wer zu den heißesten Kandidaten gehört, verrät Reservisten-Chef Jochen Schneider.

Die Reservisten sind glücklich. „Wir hätten nie gedacht, dass sich so viele Leute melden“, sagt Reserve-Major Ulrich Göbel. „Das Telefon hat nach dem Artikel überhaupt nicht mehr aufgehört zu klingeln.“Bei den Interessenten sind zahlreiche Vereine aus der ganzen Region. Sie alle wollen ihre Chance nutzen und das alte Vereinsheim der Reservisten umsonst abstauben.

Grundstücksfrage ist noch zu klären

„Aber so schnell geht das nicht“, sagt Jochen Schneider. Er befehligt einen Teil der Reservistentruppe aus Obertshausen. „Viele würden das Haus am liebsten sofort abbauen, aber die Grundstücksfrage ist bei den meisten noch zu klären“, erklärt Schneider.

Heißer Anwärter ist ein Frankfurter Motorradclub

Die drei heißesten Anwärter sind ein Motorradclub aus Frankfurt Oberrad, dessen Vereinsheim vor kurzem abgebrannt ist, ein Karnelvalsverein aus Bad Soden und ein türkischer Fußballverein aus Frankfurt Ginheim. „Alle sind sehr interessiert. Und wir trauen auch allen zu, das Projekt zu stemmen.“

Denn zum Abbau braucht es zehn Mann, die eine Woche lang zu Gange sind. „So haben wir das damals auch gemacht“, sagt Schneider. „Und schließlich sind wir ja auch noch da und greifen ein bisschen unter die Arme.“

Abrissbirne droht

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Zwar würden sich die Reservisten freuen, wenn ihr geliebtes Vereinsheim an einen Verein fällt und dort weiterhin für einen guten Zweck genutzt würde. „Aber in erster Linie sind wir froh, wenn das Haus abgebaut ist, bevor die Abrissbirne kommt“, sagt Göbel. Denn eigentlich müssten die Reservisten ihr Grundstück auf dem ehemaligen Gelände der Bundeswehr in Heusenstamm eigentlich schon geräumt haben. Göbel: „Aber dafür haben die Besitzer jetzt bestimmt Verständnis.“

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