Radverkehr: ADFC verlangt flächendeckend Tempo 30

Wiesbaden - Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit und die Einbindung des Fahrrads in den normalen Verkehr: Das sind die beiden wichtigsten Forderungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zur Förderung des Radverkehrs in Hessen.

Große Bauprogramme seien dafür gar nicht notwendig. "Die Einrichtung einer Tempo-30-Straße kann den Bau von Radwegen ersparen", sagte der Geschäftsführer des in Frankfurt ansässigen ADFC-Landesverbands, Norbert Sanden, der Deutschen Presse-Agentur. Der Ausbau des Radverkehrs sei keine Frage des Geldes, sondern der guten Ideen.

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Das Rad dürfe nicht mehr isoliert, sondern müsse in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln gedacht werden. Die "Multimodalität" könne aber nur dann gelingen, wenn Radfahrer in Tempo-30-Zonen in den fließenden Verkehr mit einbezogen werden. Sanden plädiert daher für die Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen, wie es in Frankfurt schon teilweise gemacht werde. 80 Prozent der Radwege entsprächen sowieso nicht den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung, da es auf den betreffenden Straßen kein erhöhtes Unfallrisiko gebe. dpa

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